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Jungzebras jubeln: U19 des THW Kiel steht erstmals im Finale um die Deutsche Meisterschaft
Riesen-Erfolg für die Nachwuchsarbeit beim Handball-Rekordmeister THW Kiel: Die U19 der Zebras besiegte in einem packenden Halbfinal-Rückspiel den A-Jugend-Rekordmeister Füchse Berlin mit 32:28 (12:12). Damit zog erstmals überhaupt nach Einführung des Nachwuchs-Leistungshandballs bei den Schwarz-Weißen ein Team der Jungzebras ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Das Hinspiel im Kampf um den Titel findet am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle statt.
Ausverkaufte Edgar-Meschkat-Halle wird zum Hexenkessel

Antreiber und Top-Torschütze: Johan Rohwer
Packende erste Hälfte
Die Füchse versuchten nach der 33:37-Hinspiel-Niederlage alles, um das Blatt an der Förde noch zu wenden. Die von Geschäftsführer Bob Hanning trainierte U19 des Meisters und Pokalsiegers gewann die Seitenwahl und zwang die Jungzebras auf die ungewohnte Seite. Doch der Erfolg der Maßnahme blieb bescheiden: Die Jungzebras ließen mit viel Einsatz den Gegner trotzdem nicht zur Entfaltung kommen. Der ging zwar nach dem zweitem Kieler Pfosten-Treffer erstmals in Führung, die von Rohwer aber postwendend zum 5:4 gekontert wurde. Nach dem 10:8 (20.) für die Gastgeber brachte der eingewechselte Füchse-Torhüter Henning Lahuis sein Team zurück in die Partie: Seine Mitspieler um den starken Leo Nowak (9/4 Tore) nutzten den Rückhalt und gingen mit einem 4:0-Lauf mit 12:10 in Führung, ehe Berlinghof die siebenminütige Kieler Feldtor-Flaute durchbrach. Ein Weckruf kurz vor der Pause, dem der eingewechselte Leuchtl weitere folgen ließ: Er hielt einen Gegenstoß und einen Siebenmeter von Nowak, Rohwer traf mit der Halbzeitsirene durch einen beidbeinig abgesprungenen Buzzerbeater zum 12:12. Wichtig!
Starke Jungzebras halten Berlin auf Distanz
Das Unentschieden zur Pause war ein weiterer Entwicklugnsschritt für die Jungzebras, die unter Druck viele richtige Entscheidungen trafen und in den wichtigen Momenten auch Nervenstärke bewiesen. Allen voran Leuchtl und Rohwer: Der eine hielt seinen Kasten notfalls auch mit dem Kopf sauber (34.), der andere war Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft. Und hinten räumten die Zebras die starke Füchse-Defensive gemeinsam aus dem Weg, stopften Rohwer und Ankermann immer wieder die durch die starken Sperren- und Eins-gegen-Eins der Berliner entstehenden Lücken. Ankermann war es, der die Jungzebras beim 19:16 erstmals mit drei Treffern in Führung brachte (42.). Und die THW-U-19 zeigte mit der Unterstützung von den Rängen keine Nerven, auch wenn die Berliner weiter stark dagegen hielten. Aber die Jungzebras hatten immer passende Antworten - und als Rohwer mit dem letztmöglichen Ballkontakt aus elf Metern per Hüftwurf zum 25:22 (50.) einnetzte, traf er damit auch die Füchse-Moral. Nach Ankermanns 28:24 (54.) begannen die Feierlichkeiten in der Edgar-Meschkat-Halle, die nach Rohwers 30:28 (59.) sich auf eine höllische Lautstärke aufschwangen. Der THW Kiel steht verdient im U19-Finale um die Deutsche Meisterschaft!












