MT Melsungen ist nach klarem Erfolg gegen Titelverteidiger Flensburg Finalgegner der Zebras
Der THW Kiel trifft nach dem dramatischen 29:28-Halbfinal-Erfolg gegen Montpellier im Finale der EHF European League auf die MT Melsungen. Die Nordhessen gewannen am Samstagnachmittag das zweite Halbfinale bei den Winamax EHF Finals gegen die SG Flensubrg-Handewitt. Und das überraschend klar: Beim 37:30-Erfolg der Melsunger hatte der Titelverteidiger aus Flensburg nach einer weistgehend ausgeglichenen ersten Hälfte im zweiten Durchgang nicht mehr den Hauch einer Chance. Das Europapokal-Finale mit dem THW Kiel wird am Sonntag um 18 Uhr angepfiffen, zuvor treffen um 15 Uhr im Bronzematch die beiden Halbfinal-Verlierer aus Flensburg und Montpellier aufeinander.
Melsungen mit komplettem Weltklasse-Kader
Mit Spannung war auf das zweite Halbfinale geblickt worden, wollte die SG Flensburg-Handewitt nach zuletzt zwei Triumphen in Serie doch ein drittes Mal in Folge ins Finale der Winamax EHF Finals einziehen und sich mit einem Sieg einen Eintrag in die Geschichtsbücher sichern: Nie zuvor war es einer Mannschaft gelungen, dreimal in Folge den Titel zu holen. Dass es dabei blieb, war einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Melsunger zu verdanken. Trainer Roberto Garvcia Parrondo kann seit Kurzem wieder auf seinen kompletten exklusiven Kader, den wir im Vorbericht zum Bundesliga-Hinspiel ausführlich vorstellten, zurückgreifen und nutzte gegen Flensburg nicht nur die Breite, sondern auch die Weltklasse seiner Mannschaft: Die hatte zur Pause mit 15:14 vorn gelegen, mischte Abwehr-Beton an und hatte in Rückraum-Riese Dainis Kristopans (9 Tore) und Mittelmann Mohamed Darmoul (7) ihre besten Torschützen. Am Ende war es aber auch Torhüter Nesbosja Simic, der den Unterschied machte: Er vereinte 15 Paraden auf sich und gewann damit das Torhüterduell gegen Benjamin Buric und Kevin Möller (zusammen acht Paraden).
Umkämpfte Duelle beider Teams
Damit treffen am Sonntag nun die beiden letztjährigen Halbfinal-Verlierer erstmals in einem europäischen Finale aufeinander. Die letzten zehn Begegnungen beider Mannschaften waren komplett ausgeglichen: Viermal gewann der THW Kiel, viermal die MT, zweimal wurde unentschieden gespielt (siehe auch Gegnerstatistik MT Melsungen im THW-Archiv). Auch in der Liga-Saison war es hart umkämpft: Das Hinspiel gegen ersatzgeschwächte Melsunger gewannen die Zebras zu Hause mit 31:29 (Spielbericht), das Rückspiel in Kassel wurde zu einer brutalen Handballschlacht mit dem gebrochenen Nasenbein bei Veron Nacinovic und knüppelharten Attacken: Am Ende gewann Melsungen mit 30:29 (Spielbericht).
Infos rund ums Finale
Dieses wird am Sonntag um 18 Uhr angepfiffen. Schiedsrichter der Begegnung sind die beiden Spanier Andreu Marin und Ignacio Garcia. "Kaputt vom Halbfinale? Das zählt nicht. Im Finale wird jeder alles geben. Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir uns jetzt unseren großen Traum bei diesem Saison-Highlight erfüllen!", sagte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak nach dem erfolgreichen Spiel gegen Montpellier. Wer den THW Kiel im Finale unterstützen möchte, kann dies live vor Ort tun: Im Ticketshop der EHF gibt es ab sofort noch Tagestickets in allen Kategorien. DAZN, Dyn und der Free-TV-Sender "DF1" übertragen live. Weiter geht’s im Finale, Kiel!