KN: Die wichtigsten Fragen zum EHF-Cup

EHF-Pokal
Montag, 24.09.2018 // 10:39 Uhr

Kiel. Der Kartenverkauf für das Qualifikations-Heimspiel des THW im EHF-Cup läuft seit Freitag (siehe Extra-Artikel). Aber für viele Kieler Handball-Fans ist der Wettbewerb nach zwölfjähriger Abwesenheit der Zebras gefühltes Neuland. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

TV-Übertragung noch unklar

Wie ist der Modus?
Der THW startet in der dritten Qualifikationsrunde in den Wettbewerb. Sie beginnt Mitte November. Dann sind von den 43 Teams, die in den Quali-Runden eins und zwei im Play-Off-Prinzip angetreten sind, noch 16 übrig. Aus diesem Pool wird den 16 Neu-Einsteigern, zu denen neben dem THW auch die anderen deutschen Teilnehmer SC Magdeburg, Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf gehören, ein Gegner für die letzte Quali-Runde zugelost, die ebenfalls in Hin- und Rückspielen ausgetragen wird. Die Sieger treten anschließend ab Februar 2019 in der Gruppenphase gegeneinander an. Aus jeder der vier Vierer-Gruppen qualifizieren sich die beiden Teams mit den meisten Punkten fürs Viertelfinale, in dem jeweils ein Gruppensieger auf den Zweitplatzierten einer anderen Gruppe trifft. Halbfinale und Finale werden wie in der Champions League in einem Final-Four-Turnier am dritten Mai-Wochenende ausgespielt. Besonderheit: Gewinnt der Gastgeber des Final-Turniers seine Gruppe, überspringt er das Viertelfinale.

Welche möglichen Gegner erwarten den THW?
Ehemalige Champions-League-Teilnehmer wie RK Gorenje Velenje (Slowenien) oder die Kadetten Schaffhausen aus der Schweiz haben die erste Quali-Runde bereits überstanden. Auch in der zweiten Runde kommen international bekannte Vereine wie Minsk (Weißrussland), Zaporozhye (Ukraine) oder Aalborg (Dänemark) dazu. Auf seine Bundesliga-Kontrahenten kann der THW allerdings erst im Viertelfinale treffen. Bei der Auslosung für die Qualifikation sind die anderen HBL-Teams - ebenso wie St. Raphael (Frankreich) oder La Rioja (Spanien) - im selben Lostopf wie die Kieler. Sollten alle vier deutschen Teams die Gruppenphase erreichen, würden sie gemäß den EHF-Statuten in unterschiedlichen Gruppen antreten.

Wie ist die THW-Bilanz in diesem Wettbewerb?
Makellos. Dreimal traten die Zebras bisher im EHF-Cup, der damals noch EHF-Pokal hieß, an - und dreimal holten sie den Titel. Nach den gewonnenen Finalspielen gegen Flensburg (1998) und Barcelona (2002) zuletzt 2004 gegen den spanischen Klub BM Altea.

Wo kann man die Spiele im Fernsehen sehen?
Noch ist unklar, ob und wo die Spiele der deutschen Mannschaften im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden. Die Marketing-Abteilung der EHF arbeitet derzeit an der Rechtevergabe. In jedem Fall werden sich die THW-Fans in ihren TV-Gewohnheiten umstellen müssen. Anders als in der Champions League zeigt Handball-Sender Sky kein Interesse - auch wenn der THW in den Champions-League-Übertragungen der vergangenen Jahre ein Zugpferd war. Vier von fünf der reichweitenstärksten Partien aus dem Vorjahr waren nach Angaben des Pay-TV-Senders mit THW-Beteiligung, darunter das Top-Spiel gegen Flensburg mit 100 000 Zuschauern. Auch bei Sport 1 heißt es: "Wir werden den EHF-Cup nicht zeigen." Der NDR schließt nach Angaben einer Sprecherin eine Übertragung von Spielen im fortgeschrittenen Wettbewerb nicht aus, wohl aber die der Qualifikations-Runde. Der THW hofft dennoch auf eine TV-Präsenz schon in den Quali-Spielen. "Für unsere Fans außerhalb von Kiel wäre es super, wenn der EHF-Cup im Fernsehen übertragen würde", sagt der Sportliche Leiter Viktor Szilagyi.

(Von Merle Schaack, aus den Kieler Nachrichten vom 22.09.2018, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

Hier gibt's EHF-Pokal-Tickets

Das Abenteuer EHF-Cup begann für die Fans des THW Kiel indes schon am 21. September: An diesem Tag startete der freie Vorverkauf für das Qualifikations-Heimspiel an allen bekannten Vorverkaufsstellen - unter anderem bei CITTI, in den famila-Märkten, bei den Kieler Nachrichten und im Ticketcenter der Sparkassen-Arena-, im Online-Ticketshop des THW Kiel unter www.thw-handball.de/tickets sowie unter der telefonischen Hotline 01806 / 300 234 (gebührenpflichtig: 0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz).

Inhaber einer Champions-Card aus der vergangenen Saison haben ein Vorkaufsrecht auf ihren "angestammten Platz" in der Sparkassen-Arena: Bis einschließlich Freitag, 19. Oktober (21 Uhr), können die Personen, auf die die Champions-Card reserviert wurde, ihre Reservierung online (Einloggen unter www.thw-handball.de/tickets, Plätze unter 'Mein Konto' reserviert), unter Angabe der Kundennummer telefonisch an der gebührenpflichtigen Hotline 01806 / 300 234 (0,20 Euro/Anruf aus dem Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem Mobilfunknetz) oder zu den Öffnungszeiten in der THW-Geschäftsstelle (Montag bis Donnerstag 9 bis 13 Uhr und 14-17 Uhr, Freitag 9-13 Uhr) vor Ort einlösen. Wichtig: Ist die Person verhindert, die beim Kauf der Champions Card registriert wurde, kann diese mit der Kopie des Personalausweises eine andere Person zum Kauf berechtigen. 

Die Ticketpreise für das Qualifikations-Heimspiel bewegen sich - je nach Kategorie - zwischen 10 und 35 Euro.

 

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