
European League
Ein Derby ist ein Derby: Dienstag ist der Titelverteidiger aus Flensburg zu Gast
Es könnte wohl kein besseres, kein spektakuläreres Hauptrunden-Finale in der EHF European League geben: Der THW Kiel trifft am Dienstag auf seinen ewigen Rivalen, die SG Flensburg-Handewitt, die als Titelverteidiger auch in dieser Saison ein gehöriges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden wird. Direkt für das Viertelfinale qualifiziert hat sich allerdings der THW Kiel, der bisher ohne Makel auf der weißen Weste durch die vielleicht stärkste Vorrunde und die härteste Hauptrunde aller Zeiten gestürmt ist. Auch wenn daher die ganz große sportliche Brisanz am Dienstag fehlt, bleibt ein Derby schließlich ein Derby - und ist deswegen auch eine große Frage des Prestiges. Für das Europa-Duell der beiden schleswig-holsteinischen Rivalen, das Dienstag um 20:45 Uhr angepfiffen wird, gibt es unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT noch Eintrittskarten. Die Tageskasse in der THW-FANWELT hat am Spieltag von 10 Uhr durchgehend bis zum Anpfiff geöffnet. Dyn und DAZN übertragen live.
Zebras haben Gruppensieg bereits sicher
In der stärksten Hauptrunden-Gruppe in der Geschichte der EHF European League mit gleich vier Teams, die bereits die Champions League gewannen, sind die Würfel bereits vor dem letzten Spieltag gefallen: Der THW Kiel ist als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale qualifiziert und hat im Rückspiel den Vorteil, den letzten Schritt in Richtung Final4 in Hamburg mit der "weißen Wand" im Rücken absolvieren zu dürfen. Am 28. April sind die Zebras zunächst auswärts gefordert, am 5. Mai fällt dann in Kiel die Entscheidung über die Teilnahme am Finalturnier in der Hamburger Barclays Arena. Die Winamax EHF Finals 2026 werden am 30. und 31. Mai in der Hansestadt ausgetragen. Auf dem Weg dorthin dreht der Titelverteidiger eine Ehrenrunde: Die SG Flensburg-Handewitt muss als Tabellenzweiter in die Play-offs, denn die SG bleibt ungeachtet des Spielausgangs am Dienstag dank des gewonnenen direkten Vergleichs auf jeden Fall vor Montpellier HB im Hauptrunden-Endklassement. Trotz dieser Extra-Aufgabe bleibt der Titelverteidiger aus Flensburg aber natürlich einer der größten Favoriten auf den zweitwichtigsten Titel in Handball-Europa.Hinspiel ging an den THW Kiel
Zuletzt standen sich die beiden schleswig-holsteinischen Handball-Giganten vor drei Wochen gegenüber. Im Hinspiel der EHF European League erkämpften sich die Zebras in der GP Joule Arena, einen 32:30-Sieg und stellten damit die Weichen für den Hauptrunden-Gruppensieg. "Es fühlt sich überragend an, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Hier zu bestehen, schaffen nicht viele. Und ich bin froh, dass wir unsere Negativserie gegen Flensburg endlich stoppen konnten", freute sich der Kieler Youngster Rasmus Ankermann damals über den ersten THW-Sieg gegen die Flensburger nach einer knapp drei Jahre andauernden Punkte-Flaute (siehe auch Gegnerstatistik im THW-Archiv). Für Ankermann, mit 38 Toren hinter Rechtsaußen Bence Imre (50 Treffer) aktuell zweitbester Torschütze der Zebras auf internationalem Parkett, war es der erste Einsatz in einem Derby. Sein Mannschaftskollege Domagoj Duvnjak, mit Rune Dahmke das dienstälteste Zebra in Reihen des THW Kiel, wird am Dienstag bereits zum 34. Mal im Trikot der Landeshauptstädter auf die Flensburger treffen.
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