fbpx

EM aktuell: Deutscher Endspiel-Gegner ist Spanien

Weitere

EM aktuell: Deutscher Endspiel-Gegner ist Spanien

Die Europameisterschaft in Polen endet für die deutsche Mannschaft mit dem Finale gegen ihren Auftaktgegner: Spanien setzte sich am Abend im zweiten Halbfinale der EURO 2016  mit 33:29 gegen Kroatien durch und trifft nun am Sonntag um 17.30 Uhr auf die DHB-Auswahl. Im Spiel um Platz fünf besiegte der entthronte Titelverteidiger Frankreich in einer Neuauflage des EM-Endspiels 2014 Dänemark mit 29:26. Schweden verpasste einen weiteren Achtungserfolg und musste sich dem Gastgeber Polen in der Partie um Platz sieben geschlagen geben. Momentan kämpft Spanien gegen Kroatien um den Final-Einzug.

Halbfinale: Spanien - Kroatien: 33:29 (18:14)

Die Kroaten fanden sofort in die Spur und knüpften dort an, wo sie bei dem klaren Erfolg über Polen aufgehört hatten. Konzentrierte Anspiele, schnelle Tore. Das brachte dem Team um Spielmacher und "Zebra" Dule Duvnjak auch die Führung ein (12:9, 20. Minute). Aber in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts fielen den Spaniern gute Lösungen ein. Im Angriff agierten sie mit einem zweiten Kreisläufer – damit waren die Kroaten sichtlich überfordert. Nach dem 13:13-Ausgleich drehten die Iberer die Partie: Ugalde mit Doppelpack – 15:13 (27.). Auszeit Kroatien, das über fünf Minuten ohne Torerfolg geblieben war, ehe Kopljar zum Anschluss einnetzte. Doch die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Spanier konnten sich auf eine sehr gut arbeitende Defensive verlassen – die Basis für einen 3:0-Lauf bis zur Pause. Konzentriert machten die Spanier im zweiten Abschnitt da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten: Immer dann, wenn Kroatien heran kam, hatten die Iberer die bessere Antwort. Trotzdem wurde es eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal spannend: Der Vier-Tore-Vorsprung Spaniens schmolz auf einen Treffer zusammen, es entwickelte sich auch in dieser Partie ein packender Schlagabtausch. Allerdings: Ausgleich konnten die Kroaten nicht mehr, und als Victor Tomas mit einem Doppelschlag zum 30:26 (55.) traf, war dieses zweite Halbfinale entschieden. Für Duvnjaks Kroaten geht es jetzt am Sonntag um 15.00 Uhr im Spiel um Platz drei gegen Norwegen um Bronze und die direkte WM-Qualifikation.

Spiel um Platz 5: Frankreich - Dänemark: 29:26 (15:13)

Der Titelverteidiger verabschiedete sich mit einem Sieg von der EHF EURO 2016. Kounkoud konnte sich dabei acht Mal in die Torschützenliste eintragen, für die Dänen war Balling sieben Mail erfolgreich. Die Franzosen legten einen Blitzstart hin, führten mit 4:0 (6.), 8:3 (13.) und 10:5 (18.), ehe die Dänen zur Aufholjagd bliesen und zum 12:11-Anschlusstreffer kamen. Nach der Pause glich das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson mehrfach aus, so auch zum 25:25 (51.) und 26:26 (53.), aber zu einer Führung reichte es für Dänemark nicht. Die Schlussphase gehörte Frankreich, das mit drei Treffern in Serie den Erfolg perfekt machte.

Spiel um Platz 7: Polen - Schweden: 26:24 (12:12)

Nach 20 Minuten stellte Polen auf 9:6 – die erste Drei-Tore-Führung in dieser Partie, der letzten von Michael Biegler in Diensten des EM-Gastgebers. Der Trainer hatte nach dem Debakel gegen Kroatien im letzten Hauptrundenspiel und dem überraschenden Verpassen der Vorschlussrunde seinen Rücktritt erklärt. Biegler und sein Team wollten zumindest einen versöhnlichen Abschluss, heißt den letzten Auftritt bei diesem Heimturnier siegreich gestalten. Allerdings starteten die Schweden nach dem 6:10-Rückstand ihre Aufholjagd, ein 4:0-Lauf bedeutete das 10:10 (26.) in diesem Platzierungsspiel, in dem beide Mannschaften etwas müde wirkten. Dadurch fehlte in einigen Aktionen auch nach dem Wechsel die nötige Konzentration. Lange marschierten beide Teams im Gleichschritt. Bis zum 24:24 fünf Minuten vor dem Ende. Dann vollendeten Syprzak und Bielecki zum Sieg für Polen.