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75 Jahre Handball-Kathedrale: Happy birthday, Merkur Ostseehalle!
Die wohl berühmteste Handball-Halle der Welt feiert am 17. Juni 2026 ihren 75. Geburtstag: Der THW Kiel gratuliert seinem Wohnzimmer, seiner Heim-Festung, seiner von Gegnern ehrfürchtig "Handball-Kathedrale" getaufen Arena und seiner schwarz-weißen Heimat herzlich zum Jubiläum. Happy birthday, Merkur Osteehalle!
Nur 18 Monate Bauzeit
Sie ist längst eines der Wahrzeichen der Landeshauptstadt Kiel: Die Merkur Ostseehalle thront seit mittlerweile 75 Jahren auf dem Hügel zwischen Exerzier- und Europaplatz. Am 17. Juni 1951 wurde die Halle, die zwischen den Trümmern der durch den Weltkrieg zerstörten Stadt auch als Zeichen für Wiederaufbau und aufbruch errichtet wurde, offiziell eingeweiht. Der Bau der Ostseehalle wurde 1950 von der Kieler Ratsversammlung beschlossen, bereits im Dezember desselben Jahres wurde mit dem Bau der Mehrzweck-Arena begonnen. Die Grund-Konstruktion lieferte ein ausgedienter Flugzeughangar des Fliegerhorstes auf der Insel Sylt, aus dem der Kieler Architekt Wilhelm Neveling die 60 mal 100 Meter große Ostseehalle schuf. Das Grundgerüst half, das die Arena bereits neun Monate nach dem Beschluss, am 17. Juni zur Kieler Woche 1951, eingeweiht und im März 1952 nach insgesamt nur 18 Monaten Bauzeit vollkommen fertiggestellt auch offiziell eröffnet werden konnte. Bereits bei ihrer Eröffnung war die Ostseehalle eine der größten überdachten Arenen Deutschlands. Das brachte die Stars nach Kiel: Queen spielte in der Ostseehalle, die Rolling Stones, AC/DC und Metallica natürlich auch.
Erweiterung um die Jahrtausendwende
Louis Armstrong verzauberte sein Publikum, die "Toten Hosen" sorgten für Skandale, Whitney Houston sang unter dem Ostseehallen-Dach, David Copperfield verblüffte mit seinen Zauberkünsten, R.SH Gold feierte die Musik und Thomas Gottschalk gastierte mit "Wetten, dass..?" ebenso in Kiel wie der deutsche ESC-Vorentscheid oder Box-Legende Wladimir Klitschko. Reitsport, Motocross - auch diesen Sportarten wurde und wird am Kleinen Kuhberg ein perfektes Ambiente geboten. Und selbst die Tennislegenden Boris Becker und Steffi Graf machten der Ostseehalle und ihren Fans im Norden ihre Aufwartung. Fast 50 Jahre lang blieb die Ostseehalle im Besitz der Stadt, 1998 verkaufte Kiel unter Oberbürgermeister Norbert Gansel die Ostseehalle an CITTI, die Kieler Nachrichten und die Provinzial. Rund 40 Millionen D-Mark, heute knapp 20 Millionen Euro, wurden in die Erweiterung um den vierten Rang, in gläserne Fassaden, neue VIP-Räume an der Stirnseite der Arena, die Gastronomie im Umlauf und Technik investiert, um die Arena rund um die Jahrtausendwende fit für die Zukunft und den gestiegenenen Anforderungen auch des THW Kiel und seiner hunderttausenden Zuschauer, die der Handball-Riese jährlich in die Ostseehalle lockt, gerecht zu werden.
Mekka des Handballs
Noch heute sind CITTI und die KN Eigentümer der Halle, die endlich auch wieder als Merkur Ostseehalle firmiert: Nach Sparkassen-Arena (2008-2020) und Wunderino-Arena (2020-2026) spielt der THW Kiel damit auch wieder offiziell in der Handball-Kathedrale mit dem Namen, den alle Kielerinnen und Kieler trotz anderslautenden Aufschriften an der Halle selbst immer weiter genutzt hatten. Als Ostseehalle kenn man die Arena in der gesamten Welt, weil sie als Mekka des Handballs gilt. Schon zu Zeiten, in denen der THW Kiel in der Bundesliga um den Abstieg spielte, waren die große Halle und die enthusiastischen und leidenschaftlichen THW-Fans das größte Faustpfand für den schwarz-weißen Klassenerhalt, später wurden in der Ostseehalle große Triumphe gefeiert. Der Gedanke an eine Atmosphäre wie beim Champions-League-Finalrückspiel gegen Flensburg 2007 oder bei der magischen Nacht 2024 gegen Montpellier lässt bei Handball-Fans noch heute Gänsehaut entstehen. Die Erfolge des THW Kiel sind eng mit der Ostseehalle verbunden. Und deren Bekanntheit ist eng mit dem THW Kiel verbunden: Happy birthday, schwarz-weiße Heimat der Zebras, happy birthday Merkur Ostseehalle!












