Heimspiel gegen die Füchse: Sonntag geht's gegen den Titelverteidiger und DHB-Pokalsieger

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Heimspiel gegen die Füchse: Sonntag geht's gegen den Titelverteidiger und DHB-Pokalsieger

Am Sonntag ist es soweit: Mit den Füchsen Berlin gibt am 31. Spieltag der amtierende Deutsche Meister seine Visitenkarte in der Merkur Ostseehalle ab. Die Star-Truppe aus der Hauptstadt um ihren Welthandballer Mathias Gidsel reitet auch in dieser Saison auf der Erfolgswelle. Die Titelverteidigung in der DAIKIN Handball-Bundesliga ist zwar außer Reichweite, dafür haben die Berliner bereits den DHB-Pokal in der Tasche und kämpfen im Juni in der EHF Champions League erneut um Europas Krone. Die kleine, aber feine Zebraherde indes will nach ihrem Einzug in die Winamax EHF Finals im Europapokal jetzt auch in der Liga allen Widrigkeiten trotzen und den Favoriten ärgern. Anwurf ist am Sonntag um 15 Uhr, die THW-FANWELT hat ab 12 Uhr geöffnet. Dort und unter www.thw-tickets.de sowie im offiziellen Zweitmarkt von Fans für Fans gibt es noch wenige Restkarten. Für alle, die es nicht in die Halle schaffen: Neben Dyn ist die Begegnung auch im Free-TV bei Welt.tv sowie im NDR-Fernsehen live zu verfolgen.

Füchse haben den Pokalsieg bereits in der Tasche

Ein Mann, der eine schwarze Sportjacke und ein Schlüsselband trägt, gestikuliert mit beiden Händen und scheint zu schreien oder Anweisungen zu geben, möglicherweise während einer Sportveranstaltung. Der Hintergrund ist unscharf, andere Personen sind zu sehen.

An der Seitenlinie: Nicolej Krickau

Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Vorjahr, der durch die Posse um die angeblich gestohlene und später im Keller der Füchse-Geschäftsstelle zwischen PUMA-Kartons wieder aufgetauchten Meisterschale bis in das Frühjahr 2026 medial verlängert wurde, halten die Füchse Berlin auch in dieser Spielzeit ihren Erfolgs-Kurs. In der DAIKIN HBL reicht es angesichts von acht Punkten Rückstand auf den SC Magdeburg bei fünf noch ausstehenden Spielen zwar nur noch rechnerisch zur Titelverteidigung, dafür schwimmen die Hauptstädter nach dem Gewinn des DHB-Pokals auf einer Euphoriewelle. Denn nachdem die Berliner im Viertelfinale vor eigenem Publikum den ersatzgeschwächten Titelverteidiger aus Kiel ausgeschaltet hatten, war der Weg zum Titel für Gidsel & Co. frei: Im Halbfinale schlug man den TBV Lemgo Lippe 39:36, im Finale war dann der Bergische HC chancenlos: Das 42:33 war gleichbedeutend mit dem zweiten Berliner Pokalsieg nach 2014 und dem ersten Titel unter der Ägide des Neu-Trainers Nicolej Krickau.

Berliner Saison startete mit Supercup-Erfolg gegen Zebras

Ein männlicher Handballspieler in einem grünen Trikot schreit während eines Spiels energisch, während ein anderer Spieler in einem weiß-schwarzen Trikot im Hintergrund verschwommen zu sehen ist und eine jubelnde Menge hinter ihnen steht.

Bester Torschütze der Liga: Mathias Gidsel

Auch der Berliner Saisonstart geriet - noch unter Meistertrainer Jaron Siewert - aus Kieler Sicht leider erfolgreich: Im Super Cup besiegten sie den THW Kiel nach Siebenmeterwerfen (siehe Spielbericht). Wenig später folgte das Erdbeben, das die Füchse vielleicht sogar die Titelverteidigung kostete: Anfang September wurden Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Siewert entlassen, deren Rollen wurden in Personalunion vom ehemaligen Flensburger Trainer Nikolej Krickau ausgefüllt. Die Unruhe, die entstand, führte mit zu den Niederlagen gegen Magdeburg (32:39) und in Gummersbach (29:34). Vier Minuspunkte, die die Berliner im Meisterschaftsrennen früh ins Hintertreffen geraten ließen. Aber das Füchse-Team fand schnell wieder in die Erfolgsspur, gewann von den folgenden neun Liga-Spielen satte acht - darunter auch das Hinspiel gegen die Zebras (32:29, siehe Spielbericht). Auch, weil Mathias Gidsel einmal mehr kaum zu stoppen war: Acht Tore erzielte der Welthandballer im Hinspiel. Treffer, die ihn der Torjäger-Kanone in der DAIKIN Handball-Bundesliga wieder einen Schritt näherbrachten. Mit 261 Treffern führt der Däne die Liga-Wertung deutlich vor Kai Häfner (230).

Berliner Kader liest sich wie ein Who is Who

Zwei Handballspieler in grünen Trikots verteidigen sich aggressiv gegen einen Spieler in einem weißen Trikot und packen ihn am Hemd, während er versucht, den gelben Ball zu schießen. Die Aktion wirkt intensiv und körperlich auf einem Hallenplatz.

Robust: Max Darj und Mijajlo Marsenic

Intern folgen ihm Lasse Andersson (126) und Tim Freihöfer (117), der im November zehn Tore gegen den THW Kiel warf. Freihöfer ist neben Nils Lichtlein, Matthes Langhoff und Lasse Ludwig einer von vier Spielern aus dem Füchse-Nachwuchs, die ihre Verträge bis 2030 beim noch amtierenden Deutschen Meister verlängerten. Die vier komplettieren das Star-Ensemble, das in den vergangenen Jahren in der Geschäftsstelle am schicken Gendarmenmarkt zusammengestellt wurde. Die Füchse verfügen über eine enorme Qualität auf allen Positionen: Kompromisslose Kreisläufer wie Mijaijlo Marsenic und Max Darj, geballte Dänenpower von Andersson und Gidsel, blitzschnelle Außen wie Freihöfer, Neuzugang Aitor Arino und Hákun West av Teigum, kreative Spielgestalter in Person von Tobias Gröndahl und Lichtlein oder starke Torhüter wie Ludwig und Dejan Milosavljev - der Berliner Kader liest sich ingesamt schon wie ein Who is Who im europäischen Spitzenhandball. 

Kader-Zukunft mit Palicka und Pytlick

Das wird in Zukunft noch mehr der Fall sein, denn Simon Pytlick kommt von der SG Flensburg-Handewitt. Für den vorzeitigen Wechsel eines weiteren dänischen Topstars sollen die Berliner laut Medienberichten bereit sein, 750.000 Euro, andere sprechen sogar von einer Million, auf den Tisch zu legen. Pytlick soll Nachfolger des zu HOJ Elite in die Heimat abwandernden Andersson werden und deshalb bereits in diesem Sommer und nicht erst 2027 an die Spree umziehen. Denn dann kommt mit Frankreichs Superstar Dika Mem vom FC Barcelona ein weiterer großer Name des Welthandballs. Den Abschied von Dejan Milosavljev, der Torhüter geht nach Kielce, kompensieren die Berliner im kommenden Jahr auf jeden Fall mit Ex-Zebra Andreas Palicka.

Fragezeichen und leere Plätze im Kieler Kader

Ein Handballspieler in einem weißen Trikot springt mit dem Ball in der Luft, um ihn zu werfen, während drei Verteidiger in Grün versuchen, ihn während eines intensiven Spiels in einer Halle zu blockieren.

Stark in den drei Berlin-Partien dieser Saison: Eric Johansson

Aber selbst die Füchse würden mit einer komplett ausgefallenen Rückraumreihe wohl nicht so leichtfüßig wie bisher durch die Wettbewerbe flitzen. Auch deshalb wird mit Spannung darauf geschaut, welche Besetzung THW-Trainer Filip Jicha in die Partie am Sonntag wird schicken können. Sicher ist, dass mit Emil Madsen, Nikola Bilyk und Elias Ellefsen á Skipagötu, der zwölf Treffer im Hinspiel erzielte, drei Leistungsträger fehlen. Hinter dem Einsatz des von Knieproblemen geplagten Eric Johansson, am Dienstag gegen Nexe noch schwarz-weißer X-Faktor für das Weiterkommen, steht ein dickes Fragezeichen. Und die beiden Youngster Rasmus Ankermann und Johan Rohwer, die am vergangenen Wochenende zwei Partien innerhalb von 19 Stunden bestritten und auch deshalb beim Siebenmeter-Krimi gegen Nexe nur zuschauten, sind am Freitagabend noch im Final-Rückspiel um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft beim SC Magdeburg gefordert.

Infos rund ums Spiel

"Die Berliner sind gut drauf, aber wir wollen ihnen einen großen Kampf liefern", sagt THW-Kreisläufer Lukas Laube. Zuletzt hatten die Berliner im direkten Duell die Nase vorn: Seit fünf Spielen warten die Zebras auf ein Erfolgserlebnis gegen die Füchse (siehe auch Gegnerstatistik im THW-Archiv). Laube: "Ich bin mir sicher, dass unsere Fans gemeinsam mit uns am Sonntag alles dafür tun werden, die Punkte in Kiel zu behalten. Mit einer Unterstützung von den Fans wie am vergangenen Dienstag können wir gegen jede Mannschaft der Welt etwas reißen." Um 15 Uhr pfeifen Ramesh und Suresh Thiyagarajah die Begegnung an. Die THW-FANWELT hat ab 12 Uhr und nach Schlusspfiff geöffnet. Restkarten sind unter www.thw-tickets.de sowie im offiziellen Zweitmarkt von Fans für Fans zu finden. Auch in der THW-FANWELT werden diese angeboten. Groß ist das Interesse auch bei den Medien: Dyn ist natürlich live dabei, kostenlos zu sehen ist die Begegnung bei Welt.tv, im NDR-Fernsehen sowie im Stream bei sportbild.de und bild.de. Weiter geht's gegen die Füchse Berlin, Kiel!