
Jetzt zählt's: Zebras und ihre weiße Wand wollen gegen RK Nexe Drei-Tore-Rückstand aufholen
Am Dienstag geht es für die Zebras und ihre Fans um alles: Nach dem 30:33 im Viertelfinal-Hinspiel bei RK Nexe in Nasice lebt der schwarz-weiße Traum von den Winamax EHF Finals in Hamburg! Mit Emotionen und Leidenschaft auf dem Feld und den Tribünen will der THW Kiel b 20:45 Uhr gemeinsam mit der "weißen Wand" eine dieser berühmten magischen Europapokal-Nächte in der Merkur Ostseehalle kreieren. Für die Partie gibt es noch Tickets unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT, die am Dienstag von 10 Uhr bis zum Anpfiff durchgehend geöffnet hat. Die Aufgabe für die zweiten 60 von 120 Viertelfinal-Minuten ist klar: Der weiterhin von Verletzungen und Krankheiten gehandicapte THW Kiel will in der Merkur Ostseehalle mit vier Toren gegen die kroatische Spitzenmannschaft gewinnen und mit seinen Fans Ende Mai nach Hamburg fahren. Dyn und DAZN übertragen live.
"Wollen mit unseren Emotionen in Vorleistung gehen"
Das Viertelfinal-Finale in Kiel - spannender könnten die Voraussetzungen nicht sein. Die Entscheidung, welche Mannschaft zu den Winamax EHF Finals Ende Mai nach Hamburg fährt, fällt in weiteren sicherlich dramatischen 60 Minuten in Kiel. Für die Zebras stellt der Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel eine erschwerte schwarz-weiße Position im Kampf um eines der begehrten vier Tickets für das Final4-Turnier dar. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Ein Sieg mit vier Toren Unterschied bringt Kiel nach Hamburg. Ein Kieler Sieg mit drei Toren Differenz führt direkt zum Siebenmeterwerfen nach der von den beiden Österreichern Radojko Brkic und Andrei Jusufhodzic geleiteten sowie vom finnischen EHF-Delegierten Fredrik Udd beaufsichtigten Partie. "Es ist Halbzeit, und jetzt weiß wirklich jeder, was ihn am Dienstag erwarten wird", hatte THW-Trainer Filip Jicha nach dem hitzigen Kampf um jeden Zentimeter in Nasice gesagt. "Ich freue mich riesig darauf, Nexe wiederzusehen. Ich freue mich riesig darauf, uns mit ihnen mit unseren Fans im Rücken zu messen. Wir wollen mit unseren Emotionen in unserer Halle in Vorleistung gehen, um unsere Fans mitzunehmen und eine weitere magische Kieler Nacht zu kreieren. Das ist unser Ziel."
Hinspiel war auch eine Nervenschlacht
RK Nexe um die international bekannten Top-Stars wie Kresimir Kozina oder Tin Lučin wird seinerseits alles daran setzen, zum zweiten Mal die Qualifikation für das Finalturnier in der EHF European League zu schaffen. Nach dem 33:30-Erfolg im Hinspiel wird das Team auch in Kiel extrem selbstbewusst auftreten. Vor einer Woche verwandelten 2500 Fans die Schulturnhalle "Kralja Tomislava" in einen dampfenden, stampfenden, pulsierenden Hexenkessel. Das K.o.-Spiel gegen den THW Kiel elektrisierte: Nie zuvor in der Geschichte des Clubs hatte es für eine Partie mehr Kartenanfragen gegeben, nie zuvor wollten mehr Menschen den Club in einer Partie nach vorn peitschen. Und so füllte sich die Halle schon weit vor dem Anpfiff, wurde jeder Zentimeter Platz durch Fans gefüllt. Aufgänge, Notausgänge, Pressetribüne - überall Fans. Die "Kralja Tomislava" platzte aus allen Nähten, und den Kielern angesichts der durch Lautsprecher verstärkten Pfiffe fast das Trommelfell.
Nexe ist in der Pole Position
Davon ließen sich dann auch die rumänischen Unparteiischen beeinflussen, die den THW Kiel mit einer Flut an Zeitrafen und Siebenmetern bedachten. Das half mit, dass das kroatische Team mit der Mitschung aus nationalen Topstars und ambitionierten jungen Handballern am Dienstag die Pole Position vor dem Rückspiel innehaben kann. Keine Frage: RK Nexe, seit März von Sasa Jaman trainiert, wird wie schon im Hinspiel beinhart verteidigen, schnell spielen und alles daran setzen, den Kielern den Traum vom Final4 zu zerstören und selbst diesen Traum zu leben. "In Kiel wird es schwer für uns. Aber das, was wir heute gemacht haben, war von hoher Qualität", sagte Jaman nach dem 33:30-Erfolg in Nasice, "ich hoffe, dass wir in Kiel die gleiche starke Performance zeigen können."
Nacinovic hofft auf Riesen-Spektakel der "weißen Wand"
In Nasice ist man bereit für Großes, aber das ist auch der THW Kiel: Veron Nacinovic, der nach seinem Nasenbeinbruch in Nasice erstmals wieder im Kader stand und vier Tore für sich verbuchen konnte, kann den Anpfiff des K.o.-Spiels kaum erwarten. "Ich bin mir sicher, dass unsere Fans ein Riesen-Spektakel veranstalten werden, damit wir gemeinsam nach Hamburg fahren. Das Final4 ist unser Ziel - wir sind bereit für das Rückspiel. Ich habe viel Lust darauf, solch ein Spiel endlich in unserer Halle erleben zu dürfen." Das Hinspiel ist Geschichte, entscheidend ist Dienstag einzig und allein das Hier und Jetzt. Die Zebras brauchen ihre "weiße Wand". Denn nur gemeinsam und mit einem bedingungslosen Rückhalt von den Tribünen kann die Kieler Mannschaft den Traum von Hamburg wahr werden lassen.
Traum vom Final4 lebt in ganz Kiel
Dienstag zählt’s: Die Unterstützung der Fans, die Kräfte freisetzt, Druck auf den Gegner ausübt und ihn nervös macht, ist gefragt. Emotionen von den Zebras sind gefragt. In den 60 Rückspiel-Minuten müssen alle Kieler auf dem Feld und den Tribünen leidenschaftlich an einem Strang ziehen, um den in Spiel eins entstandenen Rückstand Stück für Stück zu egalisieren. "Wir müssen nur drei Tore aufholen. In unserer Halle mit unseren Fans ist alles möglich", ist sich der Kieler Rückraum-Lenker Eric Johansson sicher. Sein Einsatz am Dienstag steht auf der Kippe, ebenso wie der von Nikola Bilyk. Emil Madsen und Elias Ellefsen á Skipagötu werden auf jeden Fall fehlen, und trotzdem natürlich gemeinsam mitfiebern mit ihren Mannschaftskollegen. Rasmus Ankermann, im Hinspiel eine der prägenden Figuren des Kieler Spiels, ist bereit für das Duell am Dienstag: "Unsere Köpfe sind oben, und ich habe richtig Bock auf das Spiel. Wir wollen alles reinwerfen, um mit einer guten Leistung und unseren Fans im Rücken den Rückstand aufzuholen." Der Traum vom Einzug ins Halbfinale lebt - auf geht's in die Merkur Ostseehalle, Kiel!












