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Winamax EHF Finals in Hamburg: Halbfinal-Partien werden Freitag ausgelost
Am Freitagvormittag um 11 Uhr werden in der EHF Zentrale in Wien die Halbfinal-Partien bei den Winamax EHF Finals 2026 in Hamburg ausgelost. In der Lostrommel sind dieselben vier Clubs wie im Vorjahr - und mittendrin auch wieder der THW Kiel. Die Zebras hatten im Viertelfinale gegen RK Nexe in dramatischer Art und Weise die 30:33-Niederlage aus dem Hinspiel in einer weiteren magische Kieler Nacht gewandelt und sich gemeinsam mit ihrer weißen Wand den Traum von Hamburg erfüllt. Am Freitag wissen die Kieler nun, gegen wen es im Halbfinale geht - live verfolgen kann man die Auslosung bei EHFTV und auf dem Youtube-Kanal der EHF.
The same procedure as last year?
"The same procedure as last year?" fragt Butler James im Silvester-Klassiker "Dinner for One" die legendäre Miss Sophie. Ihre Antwort: "The same procedure as every year, James." Soweit ist es bei den Winamax EHF Finals zwar noch nicht gekommen, aber das Turnier 2026 gleicht zunächst dem von 2025 - wenngleich natürlich drei der Teilnehmer auf einen besseren Ausgang als im letzten Jahr hoffen. Der eine, der es gerne mit Miss Sophie halten würde, ist der Doppel-Titelverteidiger: Die SG Flensburg-Handewitt, qualifiziert mit einem Torrekod beim 39:39 und 43:35 gegen die TSV Hannover-Burgdorf, gewann 2024 und im Vorjahr den Titel im zweithöchsten europäischen Wettbewerb. Mit einem dritten Triumph in Folge könnten die Norddeutschen sich als erster Club, der das erreicht hat, in die Geschichtsbücher werfen.
Melsungen und Montpellier ebenfalls wieder dabei
Den ersten Titel überhaupt in der Vereinsgeschichte möchte sich indes die MT Melsungen, zweiter deutscher Vertreter, sichern. Die Nordhessen hatten in ihrem Viertelfinale gegen den FC Porto knapp die Nase vorn: Das 19:23 im Rückspiel in Portugal reichte Dainis Kristopans & Co. nach dem 28:23 vor eigener Kukisse zum Weiterkommen. Der THW Kiel machte es besonders spannend, bezwang RK Nexe aus Kroatien im Siebenmeterwerfen (siehe Extra-Bericht). Kommt es nun Ende Mai zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinales gegen die französische Top-Mannschaft Montpellier HB? Die hatte 2025 durch einen Buzzerbeater in letzer Sekunde die Nase vorn, unterlag im Finale den Flensburger, während sich der THW Kiel Bronze gegen die MT Melsungen holte. Doch das ist genauso Geschichte wie die beiden Gruppenphasen-Duelle der Kieler mit den Franzosen, die die Zebras in Frankreich (30:28) und in Kiel (27:18) beide für sich entschieden.Der weite und schwere Weg der Zebras nach Hamburg
Wie weit, beschwerlich und letztlich großartig der schwarz-weiße Weg zu den Winamax EHF Finals 2026 war, lässt sich auch daran festmachen, dass der THW Kiel auf seiner "Road to Hamburg" mit Montpellier und Flensburg gleich zwei mögliche Turniergegner vor der Brust hatte. Denn nach dem ehemaligen Champions-League-Sieger Montpellier in der Gruppenphase wurde der ehemalige Champions League-Sieger aus Flensburg in der Hauptrunde zweimal besiegt: Das 32:30 an der dänischen Grenze beendete eine lange Derby-Negativserie, das 36:29 war der Schlussstrich unter die Hauptrunde, die der THW Kiel genau wie die Gruppenphase ohne Punktverlust abschloss. Der folgte dann im Viertelfinal-Hinspiel in Nexe: Das 30:33, das eine Woche später in Kiel in einer dieser magischen Europapokal-Nächte repariert wurde, war und ist die bisher einzige Niederlage der Zebras auf europäischer Ebene in dieser Spielzeit.












