Jung-Zebras leben ihren Traum: U19 und U17 des THW Kiel kämpfen um den Final-Einzug

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Jung-Zebras leben ihren Traum: U19 und U17 des THW Kiel kämpfen um den Final-Einzug

Wieder ein erfolgreiches Wochenende für die Jungzebras im Kampf um die Deutsche Meisterschaft: Die U19 und die U17 des THW Kiel leben weiter ihren Traum vom Final-Einzug. Während sich die A-Jugend mit einem Auswärtssieg bei Jugend-Rekordgewinner Füchse Berlin eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Halbfinal-Rückspiel am kommenden Freitag (20 Uhr in der Altenholzer Edgar-Meschkat-Halle) erkämpfte, sicherte sich die B-Jugend gegen den Nachwuchs des VfL Gummersbach den Halbfinaleinzug. In der Vorschlussrunde treffen die Jungzebras jetzt auf die Rhein-Neckar Löwen.

A-Jugend mit Sieg im Halbfinal-Hinspiel

Gute Ausgangssituation im Kampf um den Finaleinzug: Die U19 des THW Kiel hat sich mit einem 37:33-Auswärtssieg bei Bob Hannings Füchse Berlin viel Selbstbewusstsein für das entscheidende Rückspiel am kommenden Freitag (24. April, 20 Uhr) in der Altenholter Edgar-Meschkat-Halle geholt. Die Mannschaft von Trainer Felix Höppner konnte vor 350 Zuschauern in der Potsdamer MBS Arena beim Jugend-Rekordmeister ein weiteres Ausrufezeichen einer bisher so starken Saison setzen. Dabei überraschten die Zebras den Gegner mit einigen taktischen Finessen: So spielte die U19 über weite Strecken mit vier Rückraumspielern und stellte die Gastgeber damit vor große Probleme. Die Achse aus Jung-Profi Rasmus Ankermann, Leo Kreft (beide sechs Tore) und dem erneut stark auftrumpfenden Johan Rohwer (10/3 Treffer) war dabei kaum zu stoppen.

Entscheidung fällt Freitag in Altenholz

Nach der 18:16-Führung zur Pause spielten sich die Schwarz-Weißen wie schon im Viertelfinal-Hinspiel gegen den HC Erlangen beinahe in einen Rausch, führten nach 46 Minuten mit 29:22. In der Endphase hatten die Gastgeber dann aber Antworten auf die Kieler Herausforderungen gefunden. Die Füchse Berlin verkürzten – auch dank ihres 16/5-fachen Torschützen Leo Nowak - noch auf einen Vier-Tore-Rückstand, der ihnen für das Rückspiel am kommenden Freitag in Altenholz alle Optionen offenhält. "Es ist nichts entschieden, es werden spannende Rückspiel-Minuten", kommentierte Felix Höppner das Hinspiel-Resultat. In Altenholz setzen die Jungzebras auf eine großartige Kulisse: Die "weiße Wand" soll dem Nachwuchs-Team des THW Kiel helfen, den Traum vom Finale um die Deutsche Meisterschaft Realität werden zu lassen.

Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft: Füchse Berlin - THW Kiel 33:37 (16:19)
THW Kiel U19: Dengler, Hanns; Berlinghof (2), Callsen, Beuthner (2), Suhr (1), Scharfenstein, Anschütz (4), Kreft (6), Ankermann (6), Eisend (1), Hahn, Murko, Rinker (1), Faciejew (4), Rohwer (10/3); Trainer: Höppner

B-Jugend liefert sich packendes Duell mit dem VfL Gummersbach

Riesen-Jubel bei der B-Jugend des THW Kiel und den 450 lautstarken THW-Fans in der Edgar-Meschkat-Halle: Nach einem wahren Viertelfinal-Krimi gegen den VfL Gummersbach kann die U17 des THW Kiel weiterhin vom Finale um die Deutsche Meisterschaft träumen. Nach dem packenden 30:30-Unentschieden im Hinspiel, bei dem die Kieler einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand aufgeholt hatten, waren auch die 60 Rückspiel-Minuten vor den eigenen Fans nichts für schwache Nerven. Den besseren Start erwischen dieses Mal die Kieler: Angetrieben von der großartigen Heimkulisse führte die Mannschaft von Trainer Hendrik Hell nach dem Treffer des insgesamt sechsmal erfolgreichen Julius Eisend bereits mit 12:7 (18.), konnte dieses Tempo in der Folge aber nicht halten. Der VfL um seinen besten Torschützen Luka Kersten (10) konterte mit einem 5:0-Lauf zum Ausgleich, ging wenig später durch den im Hinspiel 16 Mal erfolgreichen Hector Grand sogar in Führung (26.). Nach 90 Viertelfinal-Minuten stand es weiter unentschieden: Mit einem 18:18 ging es in die Pause. 

U17 lässt die Edgar-Meschkat-Halle beben

Es sollte auch in der Folge dramatisch-spannend bleiben: Die Jungzebras legten vor, konnten den VfL aber nicht abschütteln. In der 52. Minute stand es 28:28. Eine Nervenschlacht, in der die Schwarz-Weißen zeigten, dass sie auch unter großem Druck agieren und richtige Spiel-Entscheidungen treffen können: Kjell Suhr - mit 8/5 Toren erfolgreichster THW-Schütze, der alle Strafwürfe sicher verwandelte - traf zum 29:28, Mika Lieberherr legte mit einem seiner fünf Tore nach, Henrik Rohwer (insgesamt sechs Tore) und erneut Lieberherr sorgten für das 32:28 (58.). Sechs Minuten ohne Gegentor in der Crunchtime - auf den Rängen wurde da bereits gefeiert, und wenig später durften auch die Jung-Zebras endlich die La Ola zeigen: Durch das 35:30 im Rückspiel hatten sie sich für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, in dem sie jetzt auf die Rhein-Neckar Löwen treffen.

Jungzebras jetzt im Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen

Die Löwen hatten sich aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore gegen den 1. VfL Potsdam durchgesetzt. Das Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft wird am kommenden Samstag um 17:30 Uhr auswärts ausgetragen, die Entscheidung über den Finaleinzug fällt dann erneut in Altenholz: Zum Rückspiel am Samstag, 2. Mai, um 15 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle hoffen die Jungzebras auf noch mehr "weiße Wand"-Unterstützung als bereits im Viertelfinale. 

Viertelfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft: THW Kiel - VfL Gummersbach 35:30 (18:18)
THW Kiel U17: Leuchtl, Levermann, Graßhoff; Engel, Schweichler (1), Naumann (3), Lieberherr (5), Suhr (8/5), Wimmel (1), Dabovic, Dumont, Rohwer (6), Kroll, Jäschke, Eisend (6), Völker (5), Passlack; Trainer: Hell