
Weitere
Takk og farvel, Petter!
Am Ende einer Saison heißt es im Spitzensport immer auch Abschied zu nehmen. In Kiel wird das mit einer großen, emotionalen Zeremonie vor 10.000 Fans begangen (siehe Extra-Artikel 2026). Denn das Saisonende ist immer auch ein Abschied von Spielern, die sich mit ihrem Einsatz für die Zebraherde ins Herz der Fans gespielt haben. So wie Petter Överby. Als der Norweger 2022 das Angebot erhielt, Teil der Zebraherde zu werden, zögerte er keinen Moment: Petter packte seine sieben Sachen und schloss sich dem THW Kiel an.
Hart gegen sich selbst und andere
Sein Ruf, hart gegen sich und andere zu sein, eilte ihm voraus - und die Defensiv-Fachkraft Överby lieferte. Steckte ein, teilte aus. Im Training zum Leidwesen seiner Mitspieler, im Wettkampf zur Freude der eigenen Fans. 99 Zwei-Minuten-Strafen und fünf Rote Karten in vier Jahren - Petter Överby beeindruckte an der Kieler Förde schnell Fans und Mitspieler gleichermaßen mit seinem kompromisslosen Spiel am eigenen und gegnerischen Kreis. Gepaart mit seinem Teamgeist und seinem leidenschaftlichen Einsatz wurde Petter Överby ein wichtiges Puzzleteil für die schwarz-weißen Erfolge, belohnte die Zebras und sich selbst mit einer deutschen Meisterschaft, zwei Supercup-Erfolgen und dem DHB-Pokalsieg im vergangenen Jahr.
206 Spiele für die Zebras
Jetzt, nach 206 Spielen und 199 Toren für den THW Kiel, ist es an der Zeit, "Adjø" zu sagen, auch wenn der ein oder andere Fan sich über eine weitere Överby-Gesangseinlage wie am Ende seines ersten Kieler Jahres sicherlich gefreut hätte. Denn der ansonsten eher schweigsame Norweger hätte auch mit seiner Stimme das Talent zu etwas Großem gehabt. Zu einem Wiedersehen kommt es in der Saison 2026/27: Petter Överby geht mit seiner Frau Synne nach Mittelhessen und wird bei der HSG Wetzlar wieder zum kompromisslosen Gegner der Zebras. Das Kapitel "Handball-Bundesliga" geht für Petter Överby weiter, seine Zeit in Kiel ist hingegen zu Ende: Der THW Kiel bedankt sich bei Petter Överby für seinen Einsatz, seine Leidenschaft auf dem Feld und seinen Kampfgeist im schwarz-weißen Trikot mit der Nummer "11". Takk og farvel, Petter!












