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Neuer Trainer, neue Spieler, neue Freude beim THW Kiel: Zebras trainieren im Fokus der Medien
Mit Spannung war der traditionelle erste Auftritt des neuen THW Kiel vor den örtlichen Medien erwartet worden. Kein Wunder, ist bei den Zebras doch so vieles neu wie schon seit langem nicht mehr. Die Resonanz war dementsprechend groß, der Fokus der Kameras richtete sich aber nicht nur auf die Neuzugänge Domen Makuc, Vincent Büchner und Julian Köster oder Rückkehrer Jarnes Faust. Im Mittelpunkt des Interesses stand vor allen Dingen Neu-Trainer Börge Lund, der einen 90-minüten Einblick in seine Arbeit mit der Mannschaft des THW Kiel gewährte und anschließend viele Fragen beantwortete.
Neuer Ort, neuer Termin
Dieses Mal hatte der THW Kiel die Journalisten nicht direkt zum Trainingsauftakt wie in all den Jahren zuvor geladen, sondern gab Neu-Trainer Börge Lund ein wenig Zeit, um die Zebraherde erst einmal in Ruhe kennenzulernen. Man trafsich auch nicht auf dem Sportplatz bei einer der zahlreichen Lauf-Einheiten, sondern direkt in der Trainingshalle in Altenholz. Dort wurde auch vor den Kameras intensiv gearbeitet, aber ebenso gescherzt und gelacht. Die Stimmung ist gut bei den Zebras, wie Routinier Hendrik Pekeler bestätigt: "Ich glaube, dass ich für die Mannschaft sprechen kann: Wir haben in den ersten Tagen sehr hart gearbeitet, hatten dabei aber auch sehr viel Spaß." Man habe trotz der kurzen Zeit der Zusammenarbeit mit Börge Lund bereits viele neue Impulse bekommen, so der erfahrene Kreisläufer weiter, "weil wir das eine oder andere umstellen werden."
Neues Interesse
Das Medieninteresse an dieser Trainingseinheit war groß, mehr als 20 Journalisten verfolgten die 90 Minuten, filmten, fotografierten und sammelten später Stimmen von den Beteiligten. Was ihnen direkt auffiel: Immer wieder suchte Börge Lund auch während des Trainings das Gespräch mit einzelnen Spielern, korrigierte, unterstütze, feuerte an. "Entwicklung hat immer auch mit Energie zu tun, ich versuche dabei immer, meine Energie an die Spieler weiterzugeben", sagt der Norweger. Seinen Stil beschreibt er als kommunikativ. "Ich bin ja eher introvertiert. Aber wenn ich nicht klar sage, was ich meine, kann ich das von anderen auch nicht erwarten." Und er lächelt bei der Frage, in welche Verfassung er die Mannschaft nach der enttäuschenden vergangenen Spielzeit vorgefunden habe: "Eine neue Truppe zu treffen, einen neuen Trainer kennenzulernen, ist immer etwas Besonderes - auf beiden Seiten. Die Jungs waren beim ersten Treffen nervös. Und das war ich auch."Gue Mischung, gute Laune
Doch das hat sich schnell gewandelt. Die Zebras und ihr neuer Trainer haben schnell eine Basis gefunden, auch wenn das Kennenlernen noch weit über den Saisonstart am 27. August hinausgehen wird. "Entwicklung ist nie abgeschlossen", lacht Lund. Die gute Laune des Norwegers zieht sich auch durch die Trainingseinheit. "Ich mag gute Laune. Warum sollte ich es nicht genießen, in Kiel Trainer zu sein? Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht." Und das mit einer Mannschaft, in der die Mischung stimme. "Wir haben einen 18-Jährigen, der die Kabine mit einem Spieler teilt, der in seine 18. Saison in der 'stärksten Liga der Welt' geht. Das ist einmalig." Jetzt gelte es, die Vorbereitung optimal zu nutzen. Eine Vorbereitung, bei deren Planung Börge Lund auch auf die Expertise der erfahrenen Zebras vertraut: "Es ging mit meinem Wechsel alles sehr schnell. Die Vorbereitung ist perfekt getaktet, auch das Trainingslager in Graz hat sich bewährt. Viktor, Sprengi und Dule wissen, was gut für uns ist."
Gute Basis
Blieb bei dem Programm eigentlich schon Zeit, um persönlich anzukommen in Kiel? Aktuell wohnt Lund im Hotel "Athletik" direkt am Trainingszentrum. "Das spart unglaublich Zeit, und die kann ich dann nutzen, um mich in meiner neuen, alten zweiten Heimat umzuschauen." Einige Restaurants von früher habe er bereits wiedergefunden, mit jeder Tour komme auch ein Stück Ortskenntnis zurück. Als nächste wolle er die schwierige Wohnungssuche zu einem positiven Ende bringen. "Das war damals gefühlt einfacher." Aber die größte Veränderung zu seiner Zeit als Spieler sei eben das Trainingszentrum in Altenholz, unterstreicht Börge Lund: "Die Struktur ist super, die Bedingungen sind super. Jetzt wollen wir das alles mit Leben füllen." Sagt es, lächelt und geht die nächste Trainingseinheit vorbereiten.












