Wenzel Nordic Cup: Ein spielfreier Turnier-Tag ganz im Zeichen der färingischen Handball-Kids

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Wenzel Nordic Cup: Ein spielfreier Turnier-Tag ganz im Zeichen der färingischen Handball-Kids

Spielfreier Samstag beim Wenzel Nordic Cup auf den Färöern. Und doch war dieser Ruhe-Tag ein weiterer ganz im Zeichen des Handballs. Denn das Programm des ersten internationalen Vorbereitungsturniers in Elias Ellefsen à Skipagötus Heimat ist vielschichtig und ganzheitlich: Im Vordergrund steht nicht nur der Profi-Sport, auch der Kinder- und Jugendhandball nimmt einen großen Raum ein. Und so schlüpften die Zebras einen Tag lang in andere Rollen, unterrichteten mehrere Stunden lang die handballbegeisterten Kids und ließen danach die Autogrammstifte kreisen.

Zebras begeistern als Kinder-Trainer

Ein Trainer steht in einer Sporthalle, während sich eine Gruppe junger Mädchen in Sportkleidung auf das Training vorbereitet; einige halten Basketbälle in der Hand.Rund 40 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren lauschen an diesem Vormittag den Worten von Eric Johansson. Der Schwede, am Vortag noch bester Kieler Torschütze beim 34:24-Erfolg gegen Valur Reykjavik, erklärt in bestem Dänisch eine neue Variante des "Fangen"-Spiels. Lukas Laube assistiert, auf der anderen Seite des Feldes sorgen Domen Makuc und Youngster Kjell Suhr in der nationalen Handballarena "Við Tjarnir" für Abwechslung im Trainingsalltag der kleinsten Handballer. Die sind von den gesamten Färöern in die Hauptstadt Torshavn geströmt, um mit den Kieler Handballern zu trainieren, Vorträge des GOG-Trainerstabs zu erleben oder auch einfach nur Unterschriften und Selfies von den Handball-Stars einzusammeln. Über das gesamte Stadtgebiet verteilt steht der Kinder- und Jugendhandball an diesem Samstag beim Wenzel Nordic Cup im Fokus, einige hundert handballbegeisterte Kids werden diesen Samstag sicherlich nie vergessen.

Abwechslung in der Vorbereitungs-Routine

Auch für die Zebras bringt der spielfreie Tag Abwechslung in die Vorbereitungs-Routine. Mit viel Spaß "arbeiten" die Kieler Handballstars mit den zu ihnen aufschauenden Kindern. Lukas Laube: "Ich habe es als Kind selbst genossen, wenn ein Profi bei uns im Training vorbeigeschaut hat. Ich finde es wichtig zu wissen, woher man kommt. Es ist toll, dass wir den Kindern heute etwas von dem, was wir als Kinder genossen haben, zurückgeben zu können." Auch für Domen Makuc ist eine Trainingseinheit mit Kindern kein ganz neues Metier, hat er in den Sommerferien doch bei seinem Heimatverein Gold Club Kozina in Slowenien immer mal wieder mit Kindern und Jugendlichen trainiert: „Wir alle waren mal jung. Es ist einfach schön zu sehen, dass wir alle - ob älter oder jung, ob Profi oder Anfänger - einfach den Handball lieben."

Nähe macht den Handball aus

Ein Trainer in einem schwarzen Trainingsanzug beobachtet, wie ein junger Sportler einen orangefarbenen Handball in einer Sporthalle wirft, im Hintergrund sind leere Tribünen zu sehen.Ähnlich sieht es auch Eric Johansson, der an diesem Vormittag die "Leitung" der schwarz-weißen Trainergruppe aus Profis übernommen hat: "Mir macht so etwas einen Riesen-Spaß. Das Lächeln der Kinder bei den Übungen, der sichtbare Spaß am Sport und diese ungetrübte Begeisterung für den Handball sind einfach toll zu sehen." Cheftrainer Börge Lund, stiller Beobachter des Trainings, fand die Aktion der Färinger "einfach großartig. Wie in unserem Trainingszentrum in Altenholz herrscht auch hier keine große Distanz zwischen Jugendhandballern und den Profis. Das macht den Handball aus, man spürt, dass wir alle doch irgendwie eine große Handballfamilie sind. Und auch den Spielern macht das Training mit den Kids Spaß - sie waren schließlich alle auch mal Kinder."

Mehr als 200 Kinder haben Handball-Spaß

Insgesamt werden von den Profis der drei am Turnier teilnehmenden internationalen Mannschaften rund 200 handballbegeisterte färingische Kinder trainiert. "Eine großartige Aktion. Weil wir alle gemeinsam Spaß am Handball haben - so wie wir einst mit dem Sport begonnen haben. Damals sind wir als Freunde in die Halle gegangen und haben einfach Bälle geworfen, heute spielen wir als Freunde in der Nationalsmannschaft", sagt Elias Ellefsen à Skiapgötu, dem die Kinder in seiner Heimat förmlich an den Lippen hängen, wenn er Kommandos gibt.  Der spielfreie Samstag beim Wenzel Nordic Cup hat begeisterte Spuren hinterlassen. Bei den Profis des THW Kiel, aber vor allen Dingen bei den Kindern und Jugendlichen der Färöer.