Rasmus Ankermann und die Pokalsieger-Zebras gewinnen landesweite Sportler des Jahres-Wahl

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Rasmus Ankermann und die Pokalsieger-Zebras gewinnen landesweite Sportler des Jahres-Wahl

Der 18-jährige Rückraumspieler Rasmus Ankermann vom THW Kiel ist zum ersten Mal zu Schleswig-Holsteins "Sportler des Jahres" gewählt worden. Der U19-Weltmeister, der sich bei den Jungzebras zum Jugend-Nationalspieler entwicklet hat und seit dieser Saison auch im Profi-Kader des Handball-Rekordmeisters steht, erhielt bärenstarke 40,7 Prozent aller abegebenen Stimmen. Damit machte Ankermann den schwarz-weißen Doppeltriumph perfekt, denn auch sein Verein gewann bei der traditionsreichen Wahl erneut den Titel: Bereits zum 17. Mal wurden der THW Kiel zur "Mannschaft des Jahres" in Schleswig-Holstein gekürt. Damit wurde das DHB-Pokalsieger-Team 2025 gewürdigt. Bei den Frauen gewann die 21-jährige Basketballerin Elisa Mevius.

Novum nach Neuwahl

Ein Novum in der langen Tradition der landesweiten Sportlerwahl war der späte Termin für die Ehrung der siegreichen Sportlerinnen und Sportler. Normalerweise sollte diese bereits im Dezember 2025 stattfinden. Das damalige Online-Voting musste allerdings für ungültig erklärt werden, nachdem in großer Zahl Stimmen unter Umgehung von technischen Sicherheitsmechanismen abgegeben worden waren. Bei der Neuwahl konnte dann auf der Webseite von NDR Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Umfrageplattform #NDRfragt abgestimmt werden. Und die Sportbegeisterten im Land zwischen den Meeren machten auch von dieser Möglichkeit reichlich Gebrauch: Am meisten Stimmen wurden in der Katgegorie "Mannschaften“ abgegeben (5.036), gefolgt von "Sportler" (4.769) und "Sportlerin" (4.602). Eine Jury aus LSV-Vertreterinnen und -Vertretern, der Vereinigung der Schleswig-Holsteinischen Sportjournalisten und des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein hatte zuvor eine Vorauswahl zu den je fünf Nominierten getroffen.

Klares Bekenntnis zu Olympia und paraolympischen Spielen in Kiel

Der feierlichen Atmosphäre in den Holstenhallen in Neumünster tat die Verschiebung allerdings überhaupt keinen Abbruch. Die Preisträgerinnen und Preisträger der landesweiten "Sportler des Jahres"-Wahl wurden bei der festlichen SportGala des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV) von der LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier, Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Innenstaatssekretär Dr. Sönke Schulz ausgezeichnet. Dafür hatte der LSV wieder eine großartige Bühne geschaffen, rund zwei Stunden lang wurden die rund 300 Gala-Gäste gut unterhalten. Durch das Programm führte der im schleswig-holsteinischen Sportgeschehen fest verankerte Dyn-Moderator Finn-Ole Martins, und natürlich wurde die Zusammenkunft der führenden Köpfe und sportlichen Aushängeschilder des Spitzen- und Breitensports des Landes auch dafür genutzt, noch einmal für ein Ja zu olympischen und paralympischen Spielen in Kiel bei der Abstimmung am 19. April (mehr Informationen und Hintergründe in diesem Interview) zu werben.

Ankermann ist jüngstes Zebra

Ein Handballspieler in einem weiß-schwarz gestreiften Trikot springt, um einen gelben Ball zu werfen, während ein Verteidiger in einem schwarzen Trikot den Arm hebt, um ihn abzublocken, während im Hintergrund eine verschwommene Menschenmenge zu sehen ist.Dann aber wurde es sportlich: Rasmus Ankermann wurde als bisher jüngstes Zebra aller Zeiten mit der Trophäe für den "Sportler des Jahres 2025" in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der 18-Jährige verteidigte damit den Kieler Titel bei der renommierten Wahl, die im Vorjahr THW-Torhüter Andreas Wolff für sich entschieden hatte. "Der erst 18-jährige Handball-Senkrechtstarter Rasmus Ankermann hat vor allem im letzten halben Jahr eine herausragende sportliche Entwicklung genommen", würdigte LSV-Präsidentin Ostmeier den jungen Rückraumspieler der Schwarz-Weißen, und fügte an: "Er hat innerhalb kürzester Zeit den Schritt vom Nachwuchs-Talent zum Bundesliga-Spieler und Hoffnungsträger mit Perspektive gemacht." Den Preis persönlich entgegennehmen konnte Ankermann indes nicht, er wurde per Video aus Warendorf im Münsterland zugeschaltet, wo er aktuell zum Lehrgang der U20-Nationalmannschaft weilt. "Ich glaube, ich habe ein perfektes Umfeld", antwortete Ankermann auf die Frage, wie man angesichts des U19-Weltmeistertitels, des bestandenen Abiturs und der Profi-Vertrages beim THW Kiel innerhalb weniger Monate als junger Mensch die Bodenhaftung behalten könne.

THW-Youngster bedankt sich für die Wahl

Zwei Männer stehen auf der Bühne; der eine im Smoking hält ein Mikrofon und berührt die Schulter des anderen, der lächelnd einen Blumenstrauß und eine Auszeichnung in der Hand hält. Im Hintergrund sind unscharfe Transparente zu sehen.Ankermann weiter: "Meine Familie unterstützt mich und hat einen neutralen Blick darauf. Und auch die Mannschaft, der Staff und die Trainer beim THW Kiel helfen mir wahnsinnig bei meiner Entwicklung." Ohne seine Teamkollegen und die Stimmen der THW-Fans hätte er sicherlich überhaupt nicht zur Wahl gestanden, mutmaßte der "Sportler des Jahres 2025": "Ich möchte mich daher bei allen bedanken, die mir diese große Ehre ermöglicht haben." THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi nahm den Preis stellvertretend für den Youngster in der THW-Familie entgegen. Szilagyi: "Jeder bei uns ist stolz darauf, dass Rassi diese Ehre zuteil wird. Es war für ihn sicherlich ein außergewöhnliches Jahr, nach dem er sich diese Auszeichnung auch verdient hat. Seine Unbeschwerheit und seine bodenständige Art, tagtäglich hart für seinen Traum zu arbeiten, haben ihn früh zu einem festen Teil unsere Mannschaft werden lassen. Eine starke Entwicklung für jemanden, der eigentlich noch in der A-Jugend spielberechtigt ist."  Gleichzeitig betonte Szilagyi die wichtige Rolle der Nachwuchsarbeit beim THW Kiel. "Dass inzwischen viele Talente von uns den Jugend- und Junioren-Nationalmannschaften helfen, erfolgreich zu sein, und dass unsere U19 und U17 im Kampf um die Deutsche Meisterschaft mitmischen, ist ein Beleg für die ausgezeichnete Arbeit von Nachwuchskoordinator Klaus-Dieter Petersen und seinem Team. Die persönliche Auszeichnung für Rasmus dürfte ein großer Ansporn für viele junge Spieler sein, weiter ihren Traum zu verfolgen."

THW Kiel zum 17. Mal Mannschaft des Jahres

Drei Männer in förmlicher Kleidung stehen auf der Bühne; einer wird mit einem Mikrofon interviewt, während er eine Trophäe hält, ein anderer hält einen Blumenstrauß. Im Hintergrund ist ein großes Banner der Volksbanken Raiffeisenbanken zu sehen.Diesen Weg haben die Stars des THW Kiel längst genommen. Sie wurden jetzt zum insgesamt 17. Mal zur "Mannschaft des Jahres" in Schleswig-Holstein gewählt. Nominiert worden waren die Zebras aufgrund ihrer Bronzemedaille im Europapokal und natürlich auch ihres DHB-Pokalsieges im Mai 2025. Zum 13. Mal hatten die Schwarz-Weißen damals den Pokal nach Kiel geholt, feierten mit tausenden Fans in der Lanxess Arena den Triumph von Köln. Jetzt gab es den gläsernen Pokal für die "Mannschaft des Jahres" hinzu. Diesen nahmen der ehemalige Kapitän Patrick Wiencek und Nikola Bilyk, Teil des aktuellen Kapitäns-Trios beim Rekord-Pokalsieger, entgegen. Ostmeister würdigte neben den weiteren Nominierten natürlich auch den THW Kiel: "Sie alle sind hervorragende Vorbilder für die vielen talentierten Nachwuchssportlerinnen und -sportler in unserem Land. Außerdem sorgen Sie mit Ihren herausragenden Leistungen dafür, dass das Sportland Schleswig-Holstein überregional wahrgenommen wird." Die Kieler Handballer vereinten 41,5 Prozent aller Stimmen auf sich. Damit verwiesen sie die Synchron-Schwimmerinnen der "Fördenixen" des TSB Flensburg mit einem Rückstand von 21,2 Prozentpunkten auf Platz zwei. Erst auf Rang drei folgte die Zebra-Erzirvalen der SG aus Flensburg (17,2 Prozent).

Die Mannschaften des Jahres in Schleswig-Holstein

Eine jubelnde Handballmannschaft in weißen Trikots feiert, während ein Spieler eine große Trophäe über seinen Kopf hebt, umgeben von jubelnden Mitspielern und Konfetti in einer Arena.2025: THW Kiel 2024: Holstein Kiel 2023: THW Kiel 2022: THW Kiel 2021: THW Kiel 2020: THW Kiel 2019: THW Kiel 2018: SG Flensburg-Handewitt 2017: Holstein Kiel 2016: SG Flensburg-Handewitt 2015: SG Flensburg-Handewitt 2014: THW Kiel 2013: THW Kiel 2012: THW Kiel 2011: THW Kiel 2010: THW Kiel 2009: THW Kiel 2008: THW Kiel 2007: THW Kiel 2006: THW Kiel 2005: THW Kiel 2004: SG Flensburg-Handewitt 2003 SG Flensburg-Handewitt 2002: THW Kiel 2001 SG Flensburg-Handewitt Fotos: LSV/Frank Peter / Sascha Klahn (3)