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Hafen-Clean-up för de Küste: 1,3 Tonnen Müll aus dem Wasser und der Natur geholt
Jugendspieler, Handball-Stars des THW Kiel, Fanclub-Mitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rekordmeisters, die Taucher des ehrenamtlichen "Ghostdiving Germany e.V." sowie weitere Partner des einzigartigen Meeres- und Küstenschutzprojektes "För de Küste" machten sich am ersten März-Sonntag an die zum Teil unappetitliche Arbeit: Zum vierten Mal befreite die THW-Familie Natur und Wasser von Wohlstandsmüll und achtlos weggeworfenem Unrat. Dieses Mal nicht in Schilksee, sondern mitten im Herzen der Stadt.
Müllcontainer große Beute
Rein ins Herz der Stadt, rein ins maritime Zentrum der Kielerinnen und Kieler: Bei der vierten Auflage der großen Clean-up-Aktion ging es in den Sportboothafen Düsternbrook, der vielen Menschen in der Landeshauptstadt als Olympiahafen ein Begriff ist. Die Taucher von "Ghostdiving", seit der Premiere 2023 ein wichtiger Bestandteil dieses großen "För de Küste"-Tages, hatten in den vergangenen Jahren den Hafen in Schilksee von Unrat befreit und waren nun gespannt, was ihnen unter der Wasserlinie in Düsternbrook in die Finger kommt - es war viel. Normalerweise gehen die Taucher auf die Suche nach den so genannten Geisternetzen, die von Fischern verloren oder zurückgelassen wurden. Jetzt waren Autoreifen, Fender, Tampen in allen Längen und Stärken, Flaschen, Handys, Baustellenabsicherungen ihr Ziel. "Höhepunkt" der Müll-Such-und-Berge-Aktion unter Wasser war sicherlich der 1,1 Kubikmeter große Müllcontainer, der offenbar mutwillig ins Hafenbecken geschoben worden war und so nicht nur eine Gefahr für Unterwasser-Flora und -Fauna darstellte, sondern auch für die Segelboote.
150 Menschen packten mit an
Aber auch an Land war eine Menge los: Insgesamt 150 Menschen hatten sich am "Hafen Clean-up" beteiligt, mit dabei waren Fans, Spieler sowie die A- und B-Jugend-Bundesligamannschaften des THW Kiel. Und auch der ein oder andere Spaziergänger entschloss sich spontan, die Kiellinie oder das Gebiet rund um die Krusenkoppel von einer Unmenge achtlos weggeworfener Flaschen, Zigarettenkippen und weiterem Müll zu befreien. "Die neue Basis direkt an der Kiellinie hat sich bewährt", zog Stefanie Klaunig, Marketingleiterin des THW Kiel, ein zufriedenes Fazit. "Durch die vielen Spaziergänger, die den Sonntag am Wasser genießen wollten, haben wir viele Menschen erreicht und über die Ziele unseres 'För de Küste'-Engagements informieren können. Das war für uns und unsere starken Partner ein großer Mehrwert des ersten Hafen-Clean-ups im Kieler Zentrum!"
1,3 Tonnen Müll gesammelt
Klaunig bedankte sich bei den vielen Freiwilligen: "Dass so viele Menschen sich auf den Weg machen, um mit ihrer Hilfe einen Beitrag 'för de Küste' zu leisten, macht mich nicht nur dankbar und stolz, sondern zeigt auch, dass sich unser Projekt zum Küsten- und Meeresschutz mehr und mehr in den Köpfen der THW-Familie festsetzt." Mittendrin in der bunten Schar der Müllsammler: die Zebra-Stars Domagoj Duvnjak, Nikola Bilyk, Lukas Laube und Youngster Johan Rohwer, THW-Legende Patrick Wiencek und Geschäftsführer Viktor Szilagyi. Szilagyi war begeistert über die Resonanz und das Sammelergebnis, das am Ende bei mehr als 1,3 Tonnen Müll lag, die im Remondis-Container landeten: "Jedes Gramm Unrat, das nach diesem Tag nicht mehr an der Kiellinie, im Gebüsch oder im Wasser zu finden ist, ist gut für Kiel und die Küste. Schöner wäre es indes, wenn niemand mehr seinen Müll einfach in die Natur schmeißen würde."
Viele Gespräche rund um för de Küste
So oder so: Im "För de Küste"-Basiscamp konnte man sich nicht nur informieren, mit den Zebras oder den Partnern des Projektes wie Küstenrad, Bracenet, OceanWell, Saltwater oder Igefa ins Gespräch kommen, sondern auch heißen Kreisläufer-Kaffee genießen oder seinen gesammelten Müll wiegen lassen, um sich einen der wertvollen Preise zu sichern. Die vierte Auflage des Clean-up war ein voller Erfolg - auf allen Ebenen. Denn der THW Kiel leistet mit dieser und ähnlichen Aktionen einen Beitrag zur UN Ozeandekade. Die Ozeandekade der Vereinten Nationen ist ein internationaler Aufruf zu gemeinsamen Projekten und Maßnahmen mit dem Ziel, bis 2030 einen gesunden und nachhaltig bewirtschafteten Ozean zu schaffen.












