
Gold für Kiel: Mohab Abdelhak gewinnt die Afrika-Meisterschaft
Gold für Kiel! Zum ersten Mal in seiner langen Geschichte hat der THW Kiel einen amtierenden Afrika-Meister in seinen Reihen: Dezember-Neuzugang Mohab Abdelhak siegte mit seinem Team souverän bei der 27. Auflage des Turniers in Ruanda. Mit der ägyptischen Nationalmannschaft verteidigte der gerade 23 Jahre alt gewordene Kieler Rückraumspieler den Titel bei der Afrika-Meisterschaft und qualifizierte sich durch den Triumph auch für die WM 2025 in Deutschland. Im Update gibt es Infos zu den Spielen von Zebra "Mo" Abdelhak in Kigali.
Infos zur 27. Afrika-Meisterschaft
Die 27. Afrika-Meisterschaft findet vom 21. bis 31. Januar 2026 in Kigali statt. Die Hauptstadt des zentralafrikanischen Staats Ruandas, in der 1,8 Millionen Menschen leben, bietet mit der rund 10.000 Fans Platz bietenden "BK Arena" einen würdigen Schauplatz für das wichtigste Handball-Turnier des afrikanischen Kontinents, das in der bisher 26-jährigen Geschichte mit Ägypten, Tunesien und Algerien nur drei Nationen für sich entscheiden konnten. In Kigali geht es aber nicht nur um den Titel: An die besten fünf Teams werden auch Startplätze für die Handball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland vergeben. Ägypten mit dem Kieler Rückraumspieler Mohab Abdelhak geht als Favorit in das Titelrennen, das in der Vorrunde mit vier Vierergruppen startet. Es schließt sich eine Hauptrunde mit zwei Spieltagen an. Die beiden Halbfinal-Partien finden am 29. Januar statt, die Medaillen-Spiele am 31. Januar.
21. Januar: Ägyptens Auftaktsieg gegen Gabun
Erfolgreicher Start des Titelverteidigers in die 27. Afrikameisterschaft. Zur ungewöhnlichen Anwurfzeit von 11 Uhr schlug die vom spanischen Coach Xavier Pascual trainierte ägyptische Auswahl die Mannschaft von Gabun deutlich mit 36:25. Zur Pause hatte Ägypten bereits mit 19:14 vorn gelegen. Bester Torschütze für den Titelverteidiger war Rechtsaußen Akram Saad Yosri, der in seiner Heimat für den Kultklub Zamalek SC auf Torejagd geht, mit neun Treffern. Der Kieler Rückraum-Linkshänder Mohab Abdelhak traf vor nur 200 Zuschauern in der 10.000 Fans Platz bietenden "BK Arena" in Ruandas Haupstadt Kigali zwei Mal - zum 30:19 (49) und 33:20 (53.). Im zweiten Spiel der Vorrunden-Gruppe B schlug Angola das Team aus Uganda, einziger Turnier-Debütant des diesjährigen Wettbewerb, mit 37:21 und setzte sich damit an die Tabellenspitze.
22. Januar: Ägypten legt gegen Angola nach
Tag zwei, Sieg Nummer zwei für den Kieler Rückraum-Linkshänder Mohab Abdelhak bei der Afrikameisterschaft: Vor erneut nur 2oo Zuschauern in der "BK Arena" in Kigali besiegte der Titelverteidiger Ägypten die Mannschaft aus Angola 41:28. Wie schon am Vortag war der Gegner der Ägypter nur eine Halbzeit lang in der Lage, mitzuhalten. Mit einer 18:13-Führung für die Mannschaft von Xavier Pascual wurden die Seiten gewechselt, mit einem 6:1-Lauf zwischen der 39. und 43. Minuten entschieden die Ägypter die Partie. Mohab Abdelhak erzielte vier Treffer, beste Torschüten waren der für Paris Saint-Germain spielende Yahia Omar und der für die HSG Wetzlar im Verein auflaufende Ahmed Nafea (beide sieben Treffer). Im zweiten Spiel der Vorrunden-Gruppe B schlug Gabun das Turnier-Debütanten-Team aus Uganda mit 33:16. Weiter geht es für die vier Mannschaften am Samstag, wenn der finale Tag der Vorrunde ausgespielt wird.
24. Januar: Kantersieg gegen Uganda
Das war keine Herausforderung für den Titelverteidiger bei der 27. Afrika-Meisterschaft: Turnierneuling Uganda ging gegen die Ägypter mit 13:54 unter. Das erste Tor erzielte Uganda erst nach zwölf Minuten und lag bereits zur Pause mit 5:27 hinten. Klar, dass die Mannschaft nach der Gruppenphase ausschied. Ägypten hingegen kann weiter vom Titel träumen, zog ohne echte Prüfung in die Hauptrunde ein. Gegen Uganda ließ es der Kieler Rückraumspieler Mohab Abdelhak fünf Mal aus fünf Versuchen krachen, bester Torschütze der Mannschaft von Spaniens Erfolgstrainer Xavi Pascual war der für Ägyptens Spitzenmannschaft Al Ahly spielende Mohamed Emad mit zehn Treffern.
25. Januar: Hauptrunden-Erfolg gegen Algerien
Hauptrunden-Auftakt für die ägyptische Nationalmannschaft um ihren Kieler Rückraum-Linkshänder Mohab Abdelhak: Gegen Algerien hatte der Top-Favorit und Titelverteidiger einmal mehr überhaupt keine Probleme. Vor erneut nur 200 Zuschauern in Kigali führte Ägypten zur Halbzeit bereits mit 20:10, hatte die deutlich bessere Torhüterleistung und einen treffsicheren Angriff auf seiner Seite. Am Ende bejubelten die wenigen Handballfans einen deutlichen 42:28-Erfolg, zu dem Abdelhak vier Treffer beisteuerte. Bester Torschütze der Ägypter war PSG-Star Yahia Omar mit zehn Treffern.
27. Januar: Klare Sache gegen Nigeria
Ägypten steht im Halbfinale der 27. Afrika-Meisterschaft! Wie schon in den vorherigen Begegnungen hatte das ägyptische Team, das vom spanischen Erfolgscoach Xavi Pascual trainiert wird, auch zum Abschluss der Hauptrunde keine Probleme mit dem Gegner. Gegen Nigera feierten die Ägypter einen 48:22-Erfolg, und wieder war schon zur Pause alles klar: Mit einer 24:10-Führung für den Turnierfavoriten wurden vor nur 300 Zuschauern in der hochmodernen BK Arena die Seiten gewechselt. Schon der Start in die Begegnung war deutlich: Mit 7:0 ging Ägypten in Führung, ehe Nigeria in der zehnten Minuten zum ersten Mal über ein Tor jubeln konnte.
Der THW-Rückraumspieler Mohab Abdelhak trug seinen Teil zur hohen Pausenführung und zum klaren Endergebnis bei: Sechs Treffer erzielte der erste Ägypter in der Geschichte des THW Kiel aus sieben Versuchen und wurde zurecht zum "Player of the match" gewählt. Erfolgreichster Werfer war erneut der bei Ägyptens Spitzenmannschaft Al Ahly spielende Mohamed Emad mit zwölf Treffern. Im Halbfinale des Turniers trifft Ägypten am Donnerstag auf WM-Teilnehmer Kap Verde, der sich trotz einer 25:37-Niederlage gegen Mitfavorit Tunesien für das Semifinale qualifizierte. Die Tunesier treffen ihrerseits im zweiten Halbfinale auf Algerien.
29. Januar: Ägypten steht im Finale!
Ägypten kann zum vierten Mal in Folge den Titel bei der Afrika-Meisterschaft gewinnen! Bei der 27. Auflage der kontinentalen Titelkämpfe sicherte sich der Favorit und Titelverteidiger um den Kieler Rückraum-Spieler Mohab Abdelhak durch einen 32:26 (16:11)-Erfolg über Kap Verde den Finaleinzug. Jetzt geht es für den jungen Zebra-Ägypter am Samstag gegen Mit-Favorit Tunesien, das sich mit 33:24 gegen Algerien durchsetzte, um Gold!
Im Halbfinale spürte das ägyptische Team, das vom spanischen Erfolgscoach Xavi Pascual trainiert wird, erstmals bei diesem Turnier so etwas wie Gegenwehr vom Gegner. WM-Teilnehmer Kap Verde, das sich wie die drei weiteren Halbfinal-Teilnehmer durch diesen Erfolg bereits für die WM 2027 in Deutschland qualifiziert hat, gestaltete die Anfangsphase der Partie ausgeglichen, ehe Ägypten durch einen 7:0-Lauf auf 14:5 davonzog (22.). Doch anders als bei den Kantersiegen zuvor war das keine endgültige Entscheidung, denn bis zur Pause kam Kap Verde noch einmal auf 11:16 heran. In der 40. Minute war Ägyptens Vorsprung beim 22:18 sogar auf vier Treffer zusammengeschmolzen. Doch dann machten Kreisläufer Ahmed Adel Mesilhy von Ägyptens Spitzenclub Al Ahly und Ahmed Nafea von der HSG Wetzlar kurzen Prozess: Beide erzielten die nächsten fünf Treffer der Partie, die spätestens mit Mohab Abdelhaks einzigem Treffer zum 31:24 (54.) entschieden war.
31. Januar: Goldf für Ägypten und Kiel!
Gold für Kiel! Zum ersten Mal in seiner langen Geschichte hat der THW Kiel einen amtierenden Afrika-Meister in seinen Reihen: Dezember-Neuzugang Mohab Abdelhak gewann mit der ägptischen Nationalmannschaft die 27. Auflage des Turniers. Und das in ganz souveräner Manier, hatte die Mannschaft des gerade 23 Jahre alt gewordenen Dezember-Neuzugangs der Zebras doch lediglich im Halbfinale gegen Kap Verde einen Hauch von Gegenwehr zugelassen.
Im Finale trafen die Ägypter auf den ebenfalls bei diesem Turnier noch ungeschlagenen Rekordchampion Tunesien - und holten sich eindrucksvoll den vierten Titel in Serie. Und das, obwohl die Tunesier die vom spanischen Trainer Xavi Pascual trainierten Ägypter 20 Minuten lang auf eine harte Probe stellten. Doch nach dem 7:8-Anschluss übernahmen die erfahrenen Akteure des Titelverteidigers die Regie. Der fünffache Torschütze Yehia Elderaa, der bei One Veszprem spielt, und die erfolgreichsten Werfer (beide 6) Mohamed Emad von Ägyptens Spitzenmannschaft Al Ahly und Yahia Omar von Paris Saint-Germain spielten bis zum Seitenwechsel wieder Katz' und Maus mit dem Gegner, der angesichts eines 10:17-Rückstands schon zur Pause die Hoffung auf den Titel aufgegeben haben dürfte.
Gewissheit über den Titeltriumph der Ägypter gab es direkt nach Wiederanpfiff, als man die Führung auf zehn Tore ausbaute. Am Ende jubelte Mohab Abdelhak mit seinen Mitspielern über den 37:24-Finalsieg, den höchsten der Geschichte, und damit die Krönung eines perfekten Turniers ohne Punktverlust. Zebra Abdelhak wird also hoch dekoriert nach Kiel zurückkehren. Der erste amtierende Afrika-Meister der Kieler Clubhistorie wird wie auch die EM-Fahrer des Finalwochenendes am Donnerstag in der Landeshauptstadt zurückerwartet.
Fotos: Egypt Handball National Team












