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Heimspiel am Samstagabend: Der HC Erlangen ist zu Gast in der Wunderino Arena

Bundesliga

Heimspiel am Samstagabend: Der HC Erlangen ist zu Gast in der Wunderino Arena

Es ist wieder Heimspiel-Zeit in Kiel! Zum ersten und gleichzeitig letzten Mal im April treten die Zebras am kommenden Samstag vor ihren eigenen Fans an. Zu Gast an der Förde ist ab 19 Uhr der Tabellen-15. HC Erlangen, gegen den es wohl wie im Hinspiel auf einen 60-minütigen Kampf um jeden Zentimeter Hallenboden hinauslaufen wird. Dyn überträgt live aus der Wunderino Arena, in der auch noch einge Plätze frei sind: Der sichere Zweitmarkt von Fans für Fans ist bereits geöffnet, Eintrittskarten gibt es bei CITTI, online unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT. Diese hat am Samstag durchgehend von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Stärksten Liga der Welt biegt auf die Zielgerade ein

Die stärkste Liga der Welt biegt langsam auf die Zielgeraden ein. Eine Liga, die in diesem Jahr noch ausgeglichener, noch packender, noch enger als in den Vorjahren ist. Ein Beweis für diese These war der THW-Auswärtssieg am Ostersonntag in Lemgo, bei dem die Zebras nach harter Arbeit, mit einem beeindruckenden Willen und zum Teil begeisterndem Handball bis zur letzten Sekunde um den Sieg kämpfen musste. Am Ende hatten sie endlich auch einmal das Glück auf ihrer Seite, feierten nach dem wichtigen 28:27-Erfolg zwei Auswärtspunkte. Selbst Dyn-Experte Stefan Kretzschmar ging dieses Spiel ans Nervenkostüm: „Macht Versteijnen den letzten Wurf, der an die Latte kracht, rein, wird von Außenstehenden, Fans und den Journalisten über die 'nächste Kieler Krise' geredet. Dann werden die Spieler, die sportliche Führung, wird einfach alles in Frage gestellt. Das sind Millisekunden, Zentimeter, die über 'erfolgreich abgeliefert' oder 'Krise' entscheiden. Wie nah das in unserem Sport, in unserer Liga zusammenliegt, zeigte diese Partie in Lemgo brutal."

Ekberg: "Die letzten Spiele der Saison werden auf die Knochen gehen"

Den Zebras war die Gesamtsicht auf den Sport nach dem Krimi in Ostwestfalen allerdings herzlich egal. Sie freuten sich über zwei Punkte gegen eine Mannschaft, gegen die sich der THW Kiel in der Vergangenheit oft schwer tat: "Wir haben gekämpft wie die Schweine", strahlte Harald Reinkind nach dem Sieg in die Kameras. Und Niclas Ekberg blickte auf alle folgenden Partien bis zum Saisonende: "Insgesamt haben wir unseren Plan gut runtergespielt und das Spiel mit ein bisschen Glück auch nach Hause gebracht, weil wir uns auf uns, unseren Matchplan konzentriert haben. Wir wollen immer jedes Spiel gewinnen, und wir werden alles geben, um dieses Ziel umzusetzen. Auch, wenn die letzten Spiele richtig auf die Knochen gehen werden."

Erlangen hat eine der stärksten Abwehrreihen der Liga

Neuer Trainer: Hartmut Mayerhoffer

Vor der Saison setzte man beim HC Erlangen wichtige Zeichen: Der ehemalige Kieler Co-Trainer Raul Alonso, zuletzt in Doppelfunktion als Sportlicher Leiter und Trainer der Franken unter Dauerstress, wechselte komplett an den Schreibtisch. Für ihn als Trainer verpflichtete Alonso den erfahrenen Hartmut Mayerhoffer. Der bekam eine wichtige Aufgabe mit auf den Weg: Die Abwehr sollte stabilisiert werden, war diese doch im Vorjahr mit mehr als 1000 Gegentreffern die Schwachstelle der Erlangen. Das Vorhaben gelang: Mayerhoffer verordnete seinen Mannen einen harten, aggressiven Defensiv-Stil, der sich auch in den Zahlen widerspiegelt: Sechs rote Karten und 114 Zeitstrafen kassierten die gewiss nicht zimperlich zu Werke gehenden Erlanger im bisherigen Saisonverlauf, aber eben bisher auch nur 771 Gegentore in 27 ausgetragenen Partien.

Kapitän Firnhaber ist aktuell verletzt

Fehlt am Samstag: Sebastian Firnhaber

Top-Werte in der stärksten Liga der Welt. Und das zuletzt sogar ohne Neuzugang Gedeon Guardiola, der sich in der EM-Pause geräuschvoll in Richtung seiner spanischen Heimat verabschiedete, sowie Abwehrchef und Kapitän Sebastian Firnhaber: Das Ex-Zebra verletzte sich im Dezember schwer am Knie, arbeitet sich derzeit in der Reha nach dem Kreuzbandriss zurück. So kann "Flamme" aktuell nicht helfen, dass die Erlanger etwas beruhigter in den Endspurt der LIQUI MOLY HBL gehen können. Denn der HCE ist trotz der stark verbesserten Abwehrwerte noch immer im Kampf um den Klassenerhalt gefangen. Fünf Minuspunkte Rückstand sind es zwar nur auf Platz zehn, aber der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt eben auch nur sechs Zähler.

HCE-Angriff fehlte bisher die Konstanz

Starker Rückhalt: Bertram Obling

Zum Durchatmen ist es also noch nicht der richtige Zeitpunkt. Denn urplötzliche fehlte im Süden Deutschlands im Angriff die Konstanz, die Durchschlagskraft. Mit 716 Treffern erzielte der HC Erlangen, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, die wenigsten Tore aller Erstligisten. Dabei haben die Franken mit dem Halblinken Simon Jeppsson (82 Treffer), Rechtsaußen Hampus Olsson (82), Nationalspieler Christoph Steinert im rechten Rückraum (79), Kreisläufer Tim Zechel (79), Linksaußen Christopher Bissel (69), Rückraumspieler Lutz Heiny (56) und Mittelmann Christopher Büdel (51 Treffer) eine torgefährliche und schwer ausrechenbare erste Sieben, die sich zudem auf ein starkes Torhüter-Duo aus Klemen Ferlin und Bertram Obling verlassen kann.

Hart umkämpftes Hinspiel

Leistungsträger: Nationalspieler Christoph Steinert

Dass die Saison trotzdem bisher nicht so lief, wie man sich das im Süden Deutschlands erhofft hatte, lag auch am schwierigen Start des HC Erlangen mit nur vier Siegen aus den ersten elf Partien. Und auch zuletzt musste der HCE oft dem Gegner gratulieren: Aus den vergangenen sechs Spielen holten die Erlanger nur zwei Punkte durch den Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen. Trotz allem ist der HCE aber ein wirklich unangenehmer Gegner für jede Mannschaft der Liga. Das bekamen die Zebras im hart umkämpften Hinspiel zu spüren, das sie nach knüppelharten 60 Minuten letztlich mit 31:27 gewannen. "Der HCE war von Hartmut Mayerhoffer sehr gut eingestellt auf uns", zog THW-Trainer Filip Jicha damals Bilanz, "die Erlanger haben uns das Leben in einigen Bereichen sehr schwer gemacht." Nichts anderes erwarten die Zebras auch für die Partie am Samstag, in der vieles nur über den Kampf gehen wird. Denn Erlangen kämpft verbissen um jedes Tor - allen Zahlenspielen zum Trotz.

THW-FANWELT hat Samstag durchgehend geöffnet

Das Spiel wird euch präsentiert von CITTI

Die Partie des 28. Spieltags wird am Samstag, anders als im THW-Osternewsletter leider irrtümlich angegeben, um 19 Uhr angepfiffen. Tickets für die Begegnung gegen den HC Erlangen gibt es bei CITTI, online unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT. Dort sind auch Karten für das Viertelfinal-Rückspiel in der EHF Champions League am 2. Mai erhältlich. Die THW-FANWELT hat am Samstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Wichtig für Fans, die mit dem Auto anreisen: Wegen einer Demonstration steht eine Teilfläche des Exerzierplatzes nicht für das Parken zur Verfügung. Für die Öffentlichkeit gesperrt ist - wie immer bei THW-Heimspielen - auch das Parkhaus "Arena Parken". Ausreichend Platz bieten aber die umliegenden Parkhäuser. Schiedsrichter des einzigen THW-Heimspiels im April, das auch live bei Dyn gezeigt wird, sind Julian Köppl und Denis Regner. Weiter geht's zu Hause gegen den HC Erlangen, Kiel!

Fotos: Sascha Klahn / Sportfoto Zink