KN: Mit „Pommes“ geht ein Großer

Bundesliga

KN: Mit "Pommes" geht ein Großer

Da ist ein wirklich Großer des deutschen Handballs leise gegangen. Am vergangenen Sonnabend bestritt Pascal Hens für HBW Balingen-Weilstetten gegen den THW Kiel nach 18 Jahren sein letztes Profi-Spiel. Mit 37 Jahren ist Schluss. Wie es nun weitergeht, ließ Hens zunächst offen. Aber eines ist für ihn klar: Trainer will er nicht werden, "weil das noch umfangreicher ist, als Profi zu sein".

 Typisch Hens: Ein total auf Handball fixierter Athlet war der lange Schlaks ("Pommes") schon in der Spielzeit 1999/2000 nicht, als er unter den Fittichen von Trainer Martin Schwalb für die SG Wallau-Massenheim sein Bundesliga-Debüt gab. Übrigens gewann die SG damals nach fünf Hens-Toren mit 29:18, aber die Punkte bekam Schutterwald, weil Hens' Spielerpass noch nicht gültig war. Seine sportliche Vita weist so einige strahlende Höhepunkte auf. Der 2,03 Meter lange Rückraumschütze mit dem Irokesenschnitt spielte in Heiner Brands Weltmeister-Wintermärchen 2007 ebenso eine offensive Hauptrolle wie drei Jahre zuvor beim Gewinn der Europameisterschaft in Slowenien. Abwehr war nicht so sein Ding. 2011 wurde er mit dem HSV Hamburg deutscher Meister, 2013 Champions-League-Sieger. "Er war nicht nur ein starker Angriffsspieler, sondern hat die Sportart auch ins Rampenlicht gebracht und populär gemacht", lobte Bundestrainer Christian Prokop den Rechtshänder. Stimmt. Tschüß, Pommes! (Von Jens Kunkel, aus den Kieler Nachrichten vom 13.06.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)