IFK Kristianstad oder RK Nexe: Das sind die möglichen Zebra-Gegner im Viertelfinale

European League

IFK Kristianstad oder RK Nexe: Das sind die möglichen Zebra-Gegner im Viertelfinale

Der Vorverkauf für das Viertelfinal-Finale an der Förde läuft bereits auf Hochtouren: Mehr als 3000 Tickets sind für das entscheidende Rückspiel am 5. Mai in der Merkur Ostseehalle vor den Winamax EHF Finals in Hamburg schon verkauft. Die "weiße Wand" füllt sich von Tag zu Tag, Eintrittskarten gibt es unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT. Der Gegner für dieses Kieler Europapokal-Finale vor den Finals wird indes noch gesucht: In den Play-off-Partien ermitteln IFK Kristianstad aus Schweden und RK Nexe aus Kroatien das Team, das sich den Zebras und ihren Fans auf dem Weg in die Barclays Arena in den Weg stellen wird. Wir stellen beide Mannschaften kurz vor.

Play-off-Partien entscheiden über THW-Gegner

In den Playoffs am 31. März und 7. April wird  zwischen dem Dritten der Hauptrunden-Gruppe III (IFK Kristianstad aus Schweden) und dem zweitplatzierten Club der Hauptrunden-Gruppe IV (RK Nexe aus Kroatien) der Gegner des THW Kiel im Viertelfinale ermittelt. Die Zebras hatten sich als Gruppenerster bereits die Teilnahme an der Runde der besten acht Teams erkämpft, zudem haben die Schwarz-Weißen sich den Vorteil erarbeitet, im Viertelfinale das Rückspiel zu Hause mit der "weißen Wand" im Rücken austragen zu können. Für diese Partie, die am Dienstag, 5. Mai, in der Merkur Ostseehalle ausgetragen wird, hat der Vorverkauf bereits begonnen. Karten werden wie zum Hauptrunden-Derby gegen Flensburg zum Preis ab 25 Euro angeboten, mit dem "Junge Leute-Ticket" oder dem Daddels-Freunde-Tarif in der Preiskategorie 3 für Kleingruppen von vier bis acht Personen kann das Live-Erlebnis sogar noch ein wenig günstiger genossen werden. Karten gibt es in der THW-FANWELT und rund um die Uhr online unter www.thw-tickets.de.

Kristianstad besiegt Melsungen, Skopje und Benfica 

Eine Herren-Handballmannschaft posiert in der Halle in orangefarbenen Trikots mit Sponsorenlogos. Sie sind in drei Reihen mit Trainern und Betreuern, einige in marineblauen Hemden, aufgestellt, die zusammen stehen und sitzen und in die Kamera schauen.Das Viertelfinal-Finale an der Förde - alles ist vorbereitet, jetzt fehlt nur noch der Gegner. Eine Möglichkeit ist der schwedische Meister von 2023, der eine schwierige Vor-Saison mit dem frühzeitigen Play-off-Aus in der nationalen Liga und dem frühen Scheitern in der Qualifikation für die EHF European League inzwischen vergessen gemacht hat. Denn mit dem Einzug in die Play-offs gelang den Schweden bei ihrer fünften Teilnahme an der EHF European League zum zweiten Mal der Sprung in die K.o.-Runde. Auf dem Weg dorthin sorgte das Team aus der 40.000-Einwohner-Stadt im Südosten Schwedens für die ein oder andere Überraschung. So besiegte man in der schmucken, 4.800 Zuschauern Platz bietenden Kristianstad Arena den ehemaligen Champions-League-Sieger Vardar Skopje (32:31) und das hoch gehandelte französische Team Fenix Toulouse (34:26) in der Vorrunde. In der Hauptrunde wurde die MT Melsungen beim 31:30-Sieg der Schweden komplett auf dem falschen Fuß erwischt.

Kristianstads Frend Öfors spielte für den THW Kiel

Die ließen am letzten Hauptrunden-Spieltag auch die Top-Favoriten von Benfica Lissabon ratlos zurück, als man einen 30:22-Erfolg und die damit verbundene Play-off-Qualifikation aus der portugiesischen Hauptstadt mit nach Hause nahm. Überragend nicht nur in dieser Partie: Mittelmann Axel Mansson. Der 20-Jährige erzielte sieben Treffer in Lissabon, ballerte zuvor mit 15 (!) Toren die MT Melsungen aus der Halle. Insgesamt erzielte er im Europapokal in dieser Saison 86 Treffer und empfahl sich damit für einen Wechsel in die stärkere dänische Liga. In dieser wird er künftig gemeinsam mit Berlins Lasse Andersson für Hoj Elitehandbold, Club von Sportdirektor Hans Lindberg und dem Ex-Flensburger Hampus Wanne, auflaufen. Ebenfalls Leistungsträger: Der ehemalige Kieler Linksaußen Emil Frend Öfors (38 Treffer) und der erst 23 Jahre alte ehemalige Halblinke von KS Kielce, Elliot Stenmalm, gehören zu den Säulen in der Mannschaft von Trainer Anders Hallberg.

RK Nexe ist Stammgast in der EHF European League

Eine Herren-Handballmannschaft posiert in einer Halle für ein Gruppenfoto vor einem großen RK NEXE-Wandschild. Die Spieler tragen schwarze und grüne Trikots, vorne sitzen zwei Torhüter in orangefarbenen Trikots. Die Trainer stehen auf beiden Seiten.Stammgast im zweitwichtigsten europäischen Handball-Wettbewerb ist RK Nexe: Seit 2008 geht die kroatische Top-Mannschaft hier ununterbrochen auf Torejagd. 18 Jahre in Folge EHF-Cup und EHF European League - klar, dass man sich angesichts dieser Serie auch für die aktuelle Spielzeit eine Menge vorgenommen hat. Er recht nach dem verkorksten Vorjahr: Da war so früh Schluss wie zuvor nur einmal, woran auch der THW Kiel nicht ganz unschuldig war. Mit 35:26 siegten die Zebras in Nasice, beim 31:28-Erfolg der Kieler im Rückspiel zeigten die Kroaten dann aber in Kiel ihre wahre Stärke. Dennoch war nach der Gruppenhase die Europa-Tournee von RK Nexe beendet. Anders in der aktuellen Spielzeit: Da qualifizierten sich die Kroaten unter anderem durch einen finalen 26:23-Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf für die Play-offs, nachdem man in der Gruppenphase bereits mit einem Auswärtssieg in Schaffhausen und dem Heim-Erfolg gegen Ademar Leon für Aufsehen gesorgt hatten.

Eingespieltes Team

Nexes torgefährlichste Trümpfe spielen auf Halblinks, wo die drei kroatischen Nationalspieler Luka Moslavac (38 Treffer), dessen 19-jähriger Bruder Matko (33 Tore) und der ebenso oft erfolgreiche Tin Lucin, vor der vergangenen Saison vom Champions-League-Teilnehmer Orlen Wisla Plock zurück in die Heimat gewechselt, für viel Druck sorgen. Das Team von Kreso Ivankovic, in dem mit Manuel Strlek und Krezimir Kozina weitere auch in Deutschland sehr bekannte kroatische Spieler stehen, hat sich nach dem Umbruch vor der Spielzeit 2024/2025 ein Jahr später offenbar gefunden, mit dem 23-jährigen Torhüter Marcel Jastrzebski von Orlen Wisla Plock musste nur ein Neuzugang integriert werden. So oder so wartet auf die Zebras im Viertelfinale ein starker Gegner - wer es am Ende schafft, als Herausforderer des THW Kiel ins Rennen zu gehen, entscheidet sich spätestens am 7. April in Nasice.