Gänsehaut-Alarm beim Bezirksklassen-Topspiel von ORLEN und star in der Wunderino Arena

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Gänsehaut-Alarm beim Bezirksklassen-Topspiel von ORLEN und star in der Wunderino Arena

Gänsehaut-Alarm in Dauerschleife bei zwei Freizeit-Handball-Mannschaften: Bei der Premiere von "Euer Topspiel", ins Leben gerufen von THW-Hauptsponsor ORLEN und den star-Tankstellen sowie dem THW Kiel, gab es eigentlich nur Gewinner - auch wenn das Bezirksklassen-Match zwischen dem Aktions-Sieger TV Langenselbold III und dem TV Altenhaßlau II mit 34:30 (18:14) an die Gastmannschaft ging. Das erste Amateur-Handballspiel unter Profi-Bedingungen in der Wunderino Arena ließ am Ende aber alle strahlen.

Amateur-Spiel unter Profi-Bedingungen

Eine Gruppe von Sportlern in blauen Uniformen klatscht sich auf einem hell erleuchteten Hallenplatz gegenseitig ab und feiert gemeinsam. Mehrere Kinder sind ebenfalls anwesend und nehmen an der Feier teil.Anreise mit dem Mannschaftsbus "KI-EL 1" aus Hessen nach Kiel, Übernachtung im Hotel direkt neben der Wunderino Arena, morgendlicher Empfang an der Handball-Kathedrale durch die gut 100 mitgereisten Fans beider Mannschaften: Keine Frage: Der Aufwand, den der TV Langenselbold III bei der Aktion von ORLEN und den star Tankstellen in den Sieg beim Online-Voting investierte, zahlte sich spätestens an diesem letzten Februar-Tag aus. Und das nicht nur für die Bezirksklassen-Mannschaft aus Langenselbold, sondern auch für das gegnerische Team aus Altenhaßlau. „Nächstes Jahr bewerbt Ihr euch, dann ziehen wir das Rückspiel wieder hier durch“, hatte Langenselbolds Trainer Oliver Betz in der Profi-Pressekonferenz nach Spielende längst seine gute Laune wiedergefunden.

Alles wie bei den Profis

Ein männlicher Handballspieler in einem blauen Trikot springt in die Luft und bereitet sich darauf vor, den Ball während eines Spiels in einer Halle zu werfen, während im Hintergrund Mitspieler, Gegner und Zuschauer zu sehen sind.Die war ihm während des umkämpften Bezirksklassen-Matches auf den Kieler Brettern, die im Handball die Welt bedeuten, kurz abhandengekommen. Denn natürlich wollte der Aktions-Gewinner auch das erste Amateur-Handballspiel der Neuzeit in der Wunderino Arena gewinnen. Doch Langenselbolds Handballer, eingestimmt von ihrem Paten Patrick Wiencek, waren vom Umziehen in der Kabine der THW-Stars, von der Laser-Einlaufshow mit Teamvorstellung, von Hein Daddels artistischen Einlagen und der laustarken Unterstützung der gut 500 in der Halle offenbar ein wenig zu sehr beeindruckt – oder war es doch der Gedanke an die Live-Übertragung des Bezirksklassenmatches im Online-Stream?

Gäste gewinnen mit vier Toren

Eine Herren-Handballmannschaft in blauen Trikots sitzt in einer modernen Umkleidekabine und hört einem Trainer zu. Sporttaschen liegen auf dem Boden verstreut, und auf dem Boden steht THW KIEL geschrieben. Die Atmosphäre ist konzentriert und ernst.So oder so. Kurz vor dem Seitenwechsel drehten die Gäste aus Altenhaßlau das Spiel, nahmen dank zahlreicher Paraden das Heft des Handelns in die Hände, schauten immer wieder ungläubig auf das Resultat auf dem großen Videowürfel unter dem Arena-Dach, das zur Pause eine 18:14-Führung für Altenhaßlau II auswies. Diese Vier-Tore-Führung verteidigte das Team, das von THW-Kultkeeper Michael "Pumpe" Krieter eingestimmt wurde, bis zum Schlusspfiff. Es folgte die Online-MVP-Wahl, die mit Gerd Habenstein der mit 58 Jahren älteste Pflichtspiel-Teilnehmer aller Zeiten in der Wunderino Arena gewann. Es folgten TV-Interviews auf dem Feld und in der Mixed Zone, es folgte die Pressekonferenz. Wie bei den Profis des THW Kiel, die am Abend ihr Liga-Topspiel gegen den VfL Gummersbach an gleicher Stelle bestritten.

Riesen-Erlebnisse in Kiel

Ein Handballspiel der Männer in der Aktion. Ein Spieler im blauen Trikot mit der Nummer 15 bereitet sich darauf vor, den Ball unter dem Druck eines dunkelgrauen ORLEN Deutschland-Verteidigers zu werfen. Die Fans füllen die Wunderino-Arena und sorgen für Spannung bei dem intensiven Spiel.Der Nachmittag gehörte aber dem Handball-Breitensport: Die Spieler beider Mannschaften, die mitgereisten Familienangehörigen und Fans - sie alle genossen diesen unfassbaren Rahmen für ihr offizielles Bezirksklassen-Match, zu dem auch Schiedsrichter Dirk Hausch und das Kampfgericht aus Cludia Hohmann und David Schneider aus dem Handballbezirk Hanau-Offenbach und die Einlaufkinder aus Langenselbold nach Kiel gereist waren. "Als ich mein Trikot in der THW-Kabine aufgehängt sah, war das ein unglaublicher Gänsehaut-Moment", sagte Langenselbolds Björn Schäfer. "Die Reise, die Vorfreude seit Wochen - das war alles unglaublich. Schade, dass das Spiel nicht zumindest unentschieden ausgegangen ist." Das wollte am liebsten auch der Gegner. "Das Resultat war heute eigentlich doch egal", gestand Altenhaßlaus Mark Ullmann, mit sechs Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft. "Wir haben in der größten und geilsten Handballhalle Deutschlands gespielt. Dafür können wir Langenselbold nur ewig dankbar sein, dass sie für dieses Spiel bei der Online-Abstimmung richtig Gas gegeben haben."

Handball-Himmel Bezirksklasse

Eine hell erleuchtete Sporthalle mit zwei Gruppen von Menschen auf dem Spielfeld, die von Scheinwerfern angestrahlt werden, und einer Anzeigetafel über den leeren Zuschauerplätzen.Sein Spielertrainer Marcus Brandes unterstrich das: "Da musst du 35 Jahre Handball spielen, um das einmal zu erleben. Dann läufst du in die Halle ein, die die berühmteste im Handball ist. Als Spieler in die Halle des THW Kiel. Diesen Moment, diese Erlebnis kann dir niemand mehr nehmen. Ich glaube, wir alle müssen uns heute das Dauergrinsen wieder aus dem Gesicht trinken." Ein Spruch, wie gemalt für den Handball-Himmel Bezirksklasse, den beide Teams dank ORLEN und den star Tankstellen erleben konnten. Oliver Betz: "Ein riesiger Dank geht raus an alle, die uns das ermöglicht haben. Die Dankbarkeit von allen, die heute dabei waren, kann man nicht in Worte fassen. Ich hoffe, dass ORLEN diese Aktion fortführt, damit viele andere Amateur-Handballer das erleben können, was wir heute erlebt haben." Und dem war nach der gelungenen Premiere von "Euer Topspiel" wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Fotos: Sascha Klahn