Weitere „Zebras“ auf WM-Kurs

Weitere

Weitere "Zebras" auf WM-Kurs

Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich dominiert momentan die Schlagzeilen auf dem Kontinent. Etwas in den Hintergrund rückt da das nächste große Sportereignis im Nachbarland, das im kommenden Januar sogar weltweit für Aufsehen sorgen wird: Vom 13. bis 29. Januar 2017 suchen die Handballer in Frankreich ihren Weltmeister. Einige "Zebras" mussten jetzt in der WM-Qualifikation ran - und dürfen sich nach den Hinspielen durchaus Hoffnung auf einen Trip nach Frankreich machen.

Dänemark besiegt Österreich

Allen voran Niklas Landin: Der Kieler Keeper war mit seinen unglaublichen Paraden maßgeblich daran beteiligt, dass die 3945 Zuschauer in Odense jubeln konnten. Lange Zeit hatten Landins Dänen große Probleme mit den Österreichern, bei denen Ex-Zebra Viktor Szilagyi sein vorletztes Pflichtspiel seiner Karriere bestritt, um am Ende doch noch einen deutlichen Hinspielsieg zu feiern. Kasper Sondergaard steuerte acht Treffer zum letztlich klaren 35:27 (15:12)-Sieg der Dänen bei, für Österreich, das auf den noch immer verletzten Bald-Kieler Raul Santos verzichten musste, traf Robert Weber sieben Mal. Nikola Bilyk, THW-Neuzugang zur kommenden Serie, verwandelte einen Siebenmeter. Das Rückspiel findet am Mittwoch in der Albert Schultz Eishalle in Wien statt.

Schweden mit klarem Erfolg

Auch die von Verletzungen gebeutelte schwedische Nationalmannschaft ist in Sachen WM-Qualifikation nach dem Hinspiel auf Kurs. Ohne den Kieler Niclas Ekberg, der sich in der Vorbereitung auf die Partie in Växjo den Fuß gebrochen hatte, und den THW-Neuzugang Lukas Nilsson (Wadenprobleme) besiegten die Schweden die Auswahl Bosnien-Herzegowinas klar mit 27:19 (12:9). Fredrik Petersen und Mattias Zachrisson trafen vor der großartigen Kulisse von 5.900 Fans je sechs Mal für Schweden, bei den Gästen war Nikola Prce gleich neun Mal erfolgreich. Das Rückspiel steigt am Mittwoch in Sarajevo.

Tschechien überrascht

Für eine Überraschung sorgten die Tschechen: Ohne Filip Jicha gewannen sie das Hinspiel gegen Mazedonien mit 28:22 (14:10). Die hochfavorisierten Polen gewannen das Hinspiel gegen die Niederlande "nur" mit 27:21 (11:9), während Russland Montenegro deutlich mit 29:22 (13:9) in die Schranken verwies. Serbien mit dem zehnfachen Torschützen Petar Nenadic unterlag Ungarn mit 25:26 (8:13) und darf nach einer Aufholjagd in der zweiten Hälfte noch von der WM träumen. Mit Problemen hatte Island gegen Portugal zu kämpfen: Letztlich siegten die Nordmänner auch dank sechs Toren des ehemaligen Kielers Aron Palmarsson mit 26:23 (13:10). Ohne Chance war hingegen Norwegen, das erstmals auf den zurück getretenen Erlend Mamelund verzichten musste, beim deutlichen 18:24 (8:10) in Slowenien. Und Weißrussland - mit dem zehnfachen Torschützen Siarhei Rutenka, der in der 50. Minute die Rote Karte sah - knapp mit 26:24 (13:13). 

Pause für bereits qualifizierte Länder

Nicht mehr um die Teilnahme bangen müssen neben Gastgeber Frankreich die ersten drei Teams der EM (Deutschland, Spanien und Kroatien), der WM-Zweite und Asienmeister Katar, die Plätze zwei bis vier der Asienmeisterschaft (Bahrain, Japan und Saudi-Arabien) sowie die die drei besten Teams der Afrikameisterschaft (Ägypten, Tunesien, Angola). Sie sind bereits qualifiziert. Die Auslosung der Vorrundengruppen der Handball-Weltmeisterschaft 2017 findet am 23. Juni 2016 um 14 Uhr in Paris statt. Die 24 qualifizierten Mannschaften werden in vier Gruppen mit jeweils sechs Teams aufgeteilt.