Play-offs: HC Kriens-Luzern mit einem Bein im Viertelfinale gegen den THW Kiel

European League

Play-offs: HC Kriens-Luzern mit einem Bein im Viertelfinale gegen den THW Kiel

Während sich der THW Kiel auf die DAIKIN HBL-Spitzenpartie bei der MT Melsungen am kommenden Samstag (16:05 Uhr, live bei Dyn, im HR und im NDR-Fernsehen) vorbereitet, wurde es in der EHF European League am Dienstagabend richtig spannend. Denn die aufgrund ihres Gruppensiegs direkt für das Europapokal-Viertelfinale qualifizierten Zebras verfolgten mit Spannung die Play-off-Partien. Gesucht wird die Mannschaft, auf die der THW Kiel in der Runde der besten acht Teams am 22. April (auswärts) und am 29. April zu Hause in der Wunderino Arena (Tickets) trifft. Die schweizer Top-Mannschaft HC Kriens-Luzern sicherte sich dabei die Pole Position, gewann das Hinspiel gegen die Franzosen von Limoges Handball überraschend deutlich mit 36:29.

Deutlicher Hinspiel-Erfolg für den HC Kriens-Luzern

Acht Treffer: Marin Sipic

Limoges oder Luzern - wo werden die Zebras nach der Liga-Auswärtspartie in Göppingen (19. April) das Osterfest verbringen und sich auf das Viertelfinal-Hinspiel in fremder Halle vorbereiten? Endgültig geklärt sein wird diese Frage erst am kommenden Dienstag, wenn die Play-off-Rückspiele stattfinden. Einen Fingerzeig indes konnten die Zebras bereits vernehmen, denn der vom Ex-Magdeburger Zeljko Musa trainierte HC Kriens-Luzern gewann das Hinspiel mit 36:29 (17:14) und steht damit mit einem Bein in der Viertelfinal-Auseinandersetzung mit dem THW Kiel. Beide Mannschaften stehen zum ersten Mal in der K.o.-Phase der EHF European League. Bis zum 11:10 für Limoges Handball in der 21. Minute war die Partie ausgeglichen, dann zogen die Schweizer, die 2023 und Anfang März 2025 den nationalen Pokal gewannen und sich im vergangenen Jahr die Vize-Meisterschaft sicherten, Tor um Tor davon. Zur Pause führte der HC Kriens-Luzern mit 17:14 und verwandete die Stadthalle Sursee direkt nach Wiederanpfiff in ein Tollhaus, als man mit einem 4:0-Lauf die Weichen in Richtung eines deutlichen Erfolgs stellte.

Sipic und Sigrist überragend

Kevin Bonnefoi hielt zehn Würfe

Dabei half auch der franzöische Top-Keeper Kevin Bonnefoi: Zehn Paraden verbuchte der ehemalige Torhüter von Montpellier HB am Ende auf seinem Konto. Bonnefoi ist der einzige Franzose im ansonsten von einheimischen Spielern und Handballern vom Balkan dominierten Team der Schweizer, bei denen vor der Saison mit Zejko Musa, Legende Andy Schmid und dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Fabian Böhm gleich drei erfahrene Spieler ihre aktive Karriere beendeten. Gegen Limoges Handball zeigte der amtierende Pokalsieger der Schweiz in der engen Heim-Halle eine starke Leistung. Vor 2.200 Zuschauern in der restlos ausverkauften Stadthalle Sursee, rund 16 Kilometer von Luzern entfernt, waren es einmal mehr die bisher schon überragenden Marin Sipic und Luca Sigrist, die ihre Mannschaft zum Sieg führten. Der kroatische Kreisläufer Sipic erzielte acht Treffer, Sigrist elf. Der erst 19-jährige schweizer Mittelmann Sigrist gilt als größtes Talent der Eidgenossen seit Andy Schmid und stellte seine Klasse als Vorbereiter und Vollstrecker einmal mehr unter Beweis.  

Neun in der Region geborene Spieler im Kader

Coach Zeljko Musa

Der 1,86 Meter große Sigrist führt die interne Torschützenliste beim HC Kriens-Luzern mit bisher 85 internationalen Treffern vor dem kroatischen Vize-Weltmeister Sipic (71) und Rechtsau0en Gino Steenaerts (53) an. Steenaerts und Sigrist sind zwei von insgesamt neun Spielern im Kader des Pokalsiegers, die in der Region Luzern geboren wurden. Doch vor dem von allen erhofften Duell mit dem THW Kiel müssen die Schweizer noch einmal alles geben, wenn sie am kommenden Dienstag in Limoges zum Rückspiel angtreten. "Wir dürfen uns freuen, doch das Rückspiel wird eine Herausforderung, trotz den sieben Toren Vorsprung. Auch dieses Spiel in Limoges beginnt mit 0:0 und wird am Ende im Kopf entschieden", mahnte Zeljko Musa an, der zwar glücklich, jedoch nicht rundum zufrieden mit dem Auftritt im Hinspiel war: "Wir müssen unsere Fehlerquote senken, dann ist auswärts vieles möglich."

Vorverkauf für das Viertelfinale läuft bereits

Der THW Kiel hat sich in der Hauptrunde durch den Gruppensieg das Heimrecht im Viertelfinal-Rückspiel gesichert. Dieses wird am Dienstag, 29. April, in der Wunderino Arena ausgetragen. Die Anwurfzeit (18:45 oder 20:45 Uhr) steht noch nicht fest. Der Vorverkauf für diese wichtige Partie, in der sich die Zebras die Teilnahme am Maschinensucher EHF Final4 im Mai in Hamburg sichern wollen, hat bereits begonnen. Eintrittskarten gibt es bei CITTI, in der THW-FANWELT und online unter www.thw-tickets.de. Eine besondere Aktion gibt es für Studierende, für die ein eigener Block reserviert wurde. Buchen kann man die Sitz- und Stehplatztickets direkt hier. Über spezielle Angebote für Gruppen kann man sich hier informieren.

Fotos: HC Kriens-Luzern

Ergebnisse der Play-off-Hinspiele in der EHF European League

HC Kriens-Luzern (SUI) - Limoges Handball (FRA): 36:29 (17:14)
Gegner im Viertelfinale: THW Kiel

VfL Gummersbach - MT Melsungen: 29:26 (15:13)
Gegner im Viertelfinale: Bidaso Irun (ESP)

Sporting Lissabon (POR) - GOG (DEN): 33:31 (17:15)
Gegner im Viertelfinale: SG Flensburg-Handewitt

FC Porto (POR) - Fenix Toulouse (FRA): 35:28 (16:16)
Gegner im Viertelfinale: Montpellier HB (FRA)