
Hitzewelle in Österreich wird bei den Lauf-Einheiten zur Herausforderung
2007 feierte ganz Deutschland zu den Zeilen des Sommerhits des Berliner Elektropop-Duos 2raumwohnung: "36 Grad und es wird noch heißer, mach den Beat nie wieder leiser." 19 Jahre später kann Trainingslager-DJ Emil Madsen den Song in Graz auf Dauer-Repeat und Endlos-Schleife laufen lassen, haben die Zebras doch neben den körperlichen Herausforderungen eines Trainingslagers auch mit der aktuellen Hitzewelle in der Steiermark zu kämpfen, die vom "Team hinter dem Team" einige kreative Lösungen erfordert.
Rekordwerte unter dem Uhrturm
"36 Grad" beschreibt er ein extremes Sommergefühl mit viel Hitze, guter Laune und dem Drang nach Abkühlung. Die Stimmung bei den Zebras ist richtig gut in Graz. Doch die Hitze und der Wunsch nach Abkühlung sind auch bei den Kieler Handballern omnipräsent. Am Montagabend zeigte das Außen-Thermometer des Mannschaftsbusses 39,7 Grad auf dem Weg durch die steirische Landeshauptstadt, selbst nachts gibt es bei Temperaturen jenseits der 24 Grad keine Abkühlung. Die Bewohner stöhnen, das ansonsten so pulsierende Leben in Graz startet gefühlt erst in den späten Abendstunden. Denn Spaziergänge in die malerische und spektakuläre Altstadt zum Zeitvertreib oder das beliebte Kaffeetrinken der THW-Spieler mit Blick auf Schlossberg und Uhrturm sind angesichts der Hitzewelle tagsüber fast nicht machbar.
Klimatisierte Halle
Gut, dass der Raiffeisen Sportpark, in dem die Zebras einen Großteil ihrer Trainingseinheiten abhalten, genau wie der Teambus "KI-EL 1" und das Hotel Weitzer klimatisiert sind. "Das war vor acht Jahren einer der Gründe, warum wir uns für Graz als Trainingslager-Standort entschieden haben. Die Voraussetzungen hier sind einfach optimal - selbst bei diesen Temperaturen", sagt Viktor Szilagyi, Geschäftsführer des THW Kiel. "Ich kenne diese Temperaturen natürlich aus Barcelona, bin daran gewöhnt", sagt Gonzalo Perez de Vargas, "aber trotzdem sage ich immer, dass der Kieler Sommer für mich als Handballer perfekt ist: Laufen und trainieren ist bei den niedrigeren Temperaturen in Kiel angenehmer." Die Lauf-Einheiten im Askö-Stadion unter freiem Himmel fordern die Zebras in diesen Tagen besonders. Deshalb wird das Programm früh gestartet, aber selbst um 10 Uhr ist das Thermometer schon an der 30-Grad-Marke - gemessen im Schatten.
Gekühlte Handtüchern und Getränke
Die Stimmung bei den Zebras ist trotzdem gut - auch bei den Außeneinheiten. "Natürlich sind diese Temperaturen beim Laufen körperlich etwas anderes. Aber Sonne ist trotzdem viel schöner als Regen", sieht Lukas Laube das ganze pragmatisch - und hat ein Lob für den Staff parat: "Wir haben ein gutes Team hinter dem Team. Alle kümmern sich um uns, wir haben im Stadion gekühlte Getränke und Handtücher, damit wir uns in den Pausen ein wenig runterkühlen können. Das tut gut." Auch die nächsten Tage werden heiß in Graz, eine gewisse Abkühlung gibt es für die Zebras erst ab Donnerstag, wenn sie weiter zum Alpla Cup in Hard an den Bodensee reisen: Dort sollen das Thermometer tagsüber nur auf bis zu 28 Grad steigen…












