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Alle für einen: THW Kiel unterstützt landesweites Projekt “Handball Herz”

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Alle für einen: THW Kiel unterstützt landesweites Projekt “Handball Herz”

Mit dem landesweiten Projekt "Handball Herz - einer für alle" bieten der Kieler Sportkardiologe Dr. Torsten Morschheuser und sein Team mit der Unterstützung des Handball-Rekordmeisters THW Kiel Vereinen die Möglichkeit, lebensrettende Hilfe bei einem Herz-Kreislaufstillstand im Sportbetrieb kostenlos zu trainieren.

"Ein Ersthelfer kann nur gewinnen!"

Es ist der Albtraum eines jeden Sportlers: Beim Training oder Spiel bricht ein Teamkollege oder ein Zuschauer zusammen und erleidet einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Hilfe ist lebensnotwendig. Doch oft wird zu spät oder gar nicht reagiert. Aus Überforderung oder der Angst, etwas falsch zu machen. "Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann man als Ersthelfer nicht verlieren, nur gewinnen", sagt Dr. Torsten Morschheuser, Kieler Sport-Kardiologe, und ergänzt: "Man kann fast nichts falsch, aber vieles richtig machen. Das einzige, was man bei solch einem gravierenden Notfall falsch machen kann, ist nicht zu helfen."

Herz-Notfälle bei Sportveranstaltungen im Fokus

Um den Sportlern im Land die Scheu vor der Hilfe zu nehmen, hat Dr. Morschheuser mit seinem Team das ehrenamtliche Projekt "Handball Herz - alle für einen" ins Leben gerufen. "Herz-Notfälle bei Sportveranstaltungen oder während des Trainings stehen nicht erst seit dem Fall des dänischen Fußballspielers Christian Eriksen bei der Fußball-Europameisterschaft im Fokus", so Dr. Torsten Morschheuser. "Auch im Profi-Handball wurden bereits umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen zur Vermeidung von kardialen Notfällen festgelegt. Aber Schulungen von Sportlern und Betreuern, was im Fall der Fälle zu tun ist, sind die Ausnahme, leider nicht die Regel."

Kostenlose Schulung für Sportler und Betreuer

Das wolle man mit der Unterstützung des THW Kiel jetzt ändern, erklärt der Sport-Mediziner. Morschheuser, der auch eng mit dem leitenden Arzt der deutschen Handball-Nationalmannschaft und Mitglied des medizinischen Teams beim THW Kiel, Dr. Philip Lübke, zusammenarbeitet: "Wir schulen kostenlos Sportler und Betreuer in Vereinen, wie man Menschen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt. Unser Ziel ist es, dass jeder in jedem Handballclub in Schleswig-Holstein weiß, wie man im Fall der Fälle helfen kann." Denn Studien zeigten, dass in 85 Prozent der Fälle, bei denen schnell und gegebenenfalls mit Unterstützung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) geholfen wurde, der Patient den Herz-Kreislauf-Stillstand überlebt habe. Dr. Torsten Morschheuser: "Im Optimal-Fall können wir den Vereinen nach der Schulung auch unterstützen, solch einen lebensrettenden AED in der Trainings- oder Spielhalle zu installieren."

Ministerpräsident hat Schirmherrschaft übernommen

Das Projekt "Handball Herz - alle für einen" richtet sich zunächst an Clubs in Schleswig-Holstein. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Daniel Günther übernommen, der selbst an der Schulung der Profimannschaft des THW Kiel in Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgreich teilgenommen hat. Wer seinen Handballverein kostenlos fit in Sachen Wiederbelebungsmaßnahmen (Basic Life Support) möchte, kann sich telefonisch unter 0431/25977420 oder per E-Mail an praxis@sportmed-kiel.de wenden.

Schnelle Hilfe

Wenn ein Mensch zusammenbricht, auf Ansprache nicht mehr reagiert, blass wird und nicht mehr atmet, ist schnelle Hilfe nötig.

112 wählend und professionelle Hilfe anfordern

Sofort am Ort des Geschehens mit der Wiederbelebung beginnen

100 bis 120 Mal den Brustkorb drücken pro Minute

Lebensrettung ist Hochleistungssport: Spätestens alle zwei Minuten abwechseln!

Beatmung ist nicht lebensnotwendig. Drücken, drücken, drücken!

Wenn vorhanden, AED nutzen! Das Gerät leitet einen durch Sprachanweisungen durch alle notwendigen Schritte

Handball Herz - einer für alle