Alfred Gislason startet die Olympia-Vorbereitung mit drei Kielern

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Montag, 05.07.2021 // 12:18 Uhr

Am heutigen Montag startet Bundestrainer Alfred Gislason in Herzogenaurach die Vorbereitung für die Olympischen Spiele. Mit dabei sind THW-Torwarttrainer Mattias Andersson, Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold: Für die Zebras, die vor Wochenfrist mit dem THW Kiel die Deutsche Meisterschaft feierten, rücken jetzt neue Ziele in den Fokus. Und die liegen in Tokio.

Zehn Medaillengewinner von Rio dabei

Mit den 17 Spielern, die der DOSB auf Vorschlag des Deutschen Handballbundes für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) nominiert hat, geht es ab heute in Herzogenaurach rund. Dann bereiten sich Kapitän Uwe Gensheimer, Weinhold, Pekeler und sieben weitere Gewinner der olympischen Bronzemedaille von 2016 auf ihre zweite Olympiateilnahme vor. Mit Torwart Johannes Bitter kommt ein Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008 in Peking hinzu. "Für den Start der direkten Vorbereitung haben wir ein klares Bild. Jeder kennt seine Rolle und ist gefordert, alles für den Erfolg der Mannschaft zu investieren", sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes und bei den Olympischen Spielen Leiter der deutschen Teilmannschaft Handball. "Wenn wir unseren Weg konsequent gehen, haben wir die Chance, uns in Tokio große Träume erfüllen zu können." Teil des Vorbereitungs-Lehrgangs ist das Drei-Nationen-Turnier in Nürnberg. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft trifft auf Brasilien (Freitag, 9. Juli, 20.15 Uhr) und Ägypten (Sonntag, 11. Juli, 15.05 Uhr). SPORT1 überträgt diese Partien ebenso live wie das Spiel Brasilien gegen Ägypten (Samstag, 10. Juli, 14.45 Uhr). 

Am 14. Juli geht's nach Tokio

"Werde die Mannschaft leider nur von zu Hause aus unterstützen"

Am Mittwoch, 14. Juli, werden die deutschen Handballer um 18.15 Uhr mit weiteren Olympiateilnehmern von Frankfurt nach Tokio fliegen und von dort nach Tokushima weiterreisen. Nicht mit an Bord der Maschine wird THW-Kapitän Patrick Wiencek sein. Der Kreisläufer hatte aufgrund seines gegen Paris erlittenen Wadenbeinbruches und den daraus resultierenden Folgen - trotz der zwischenzeitlichen Rückkehr ins Bundesliga-Team des THW Kiel - seine Olympia-Teilnahme schweren Herzens absagen müssen. "Ich werde die Mannschaft von ganzem Herzen unterstützen - leider aber nur von zu Hause aus", hatte Wiencek erklärt. "Ich wünsche Alfred und dem gesamten Team natürlich maximalen Erfolg." Am 22. Juli folgt aus diesem letzten Trainingslager der Umzug ins Olympische Dorf. Die deutschen Handballer treffen in der Vorrunde auf Spanien (24. Juli, 9.15 Uhr), Argentinien (26. Juli, 4 Uhr), Frankreich (28. Juli, 14.30 Uhr), Norwegen (30. Juli, 14.30 Uhr) und Brasilien (1. August, 12.30 Uhr/alle Angaben in deutscher Zeit). Die ersten vier Teams erreichen das Viertelfinale.

Das Aufgebot der Deutschen Nationalmannschaft

Die deutschen Handballer für die Olympischen Spiele: Johannes Bitter (HSV Hamburg), Paul Drux (Füchse Berlin), Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Kai Häfner (MT Melsungen), Silvio Heinevetter (MT Melsungen), Timo Kastening (MT Melsungen), Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Julius Kühn (MT Melsungen), Finn Lemke (MT Melsungen), Hendrik Pekeler (THW Kiel), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Philipp Weber (SC Magdeburg), Steffen Weinhold (THW Kiel), Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL) 

Weitere potenzielle Nachrücker aus dem der IHF gemeldeten 28er-Kader: Joel Birlehm (SC DHfK Leipzig), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Rune Dahmke (THW Kiel), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Till Klimpke (HSG Wetzlar), Marian Michalczik (Füchse Berlin), Jona Schoch (HBW Balingen-Weilstetten), David Schmidt (Bergischer HC), Lukas Stutzke (Bergischer HC) 

Offizielle: Bundestrainer Alfred Gislason, Co-Trainer Erik Wudtke, Torwarttrainer Mattias Andersson, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Physiotherapeuten Peter Gräschus und Reinhold Roth, Teammanager Oliver Roggisch und Delegationsleiter Axel Kromer