
Heimspiel-Premiere 2026: Sonntag ist der Champions League-Sieger SC Magdeburg zu Gast
Der THW Kiel ist endlich wieder zu Hause: Nach dem erfolgreichen Jahresauftakt mit dem 28:27-Erfolg bei den Rhein-Neckar Löwen haben die Zebras die nächste richtig schwere Aufgabe direkt vor der Brust: Zur Heimspiel-Premiere 2026 empfängt der THW Kiel am Sonntag in der seit Wochen ausverkauften Wunderino Arena den Champions League-Sieger und souveränen Tabellenführer der DAIKIN Handball-Bundesliga aus Magdeburg. "Das wird ein wirkliches Top-Spiel", sagt Eric Johansson, der bei den Löwen das Buzzerbeater-Siegtor erzielte, und hofft auf eine grandiose "weiße Wand": "Wir spielen am Sonntag mit unseren Fans im Rücken. Gegen diese Mannschaft müssen sie uns von Anfang bis Ende mit ihren Emotionen helfen."Anpfiff für die Partie gegen den SC Magdeburg ist um 18 Uhr, der Handball-Streamingdienst Dyn überträgt live.
Magdeburg seit 33 Spielen ungeschlagen
Das Hammer-Auftakt-Programm des THW Kiel im Jahr 2026 setzt sich am Sonntag mit dem ersten Heimspiel fort, wenn mit dem SCM der designierte deutsche Meister zu Gast in Kiel ist. Die Sachsen-Anhaltiner mit ihrem 19 Nationalspieler umfassenden Star-Aufgebot, das wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorstellten, thronen mit einem satten Vorsprung an der Spitze der DAIKIN HBL. Am Mittwoch gewannen sie das Top-Spiel zum Neustart 2026 souverän mit 36:32 gegen ihren direkten Verfolger TBV Lemgo Lippe und sind damit seit nunmehr 33 Spielen wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Daran hat auch das Hinspiel vor wenigen Wochen, am Tag vor Heiligabend, nichts geändert, wenngleich der THW Kiel in der Börde einen starken Eindruck hinterließ: In der vorletzten Sekunde einer packenden Begegnung, in der Andreas Wolff hinter einer bärenstarken Zebra-Defensive einen überragenden Tag erwischte, traf Kreisläufer Hendrik Pekeler zum verdienten 26:26-Unentschieden (siehe Spielbericht). Cool überstanden die Kieler dabei die Drangphasen des SC Magdeburg und insgesamt zwölf Minuten Unterzahl - Lohn der Mühen war ein wichtiger Auswärtspunkt beim bis dato zu Hause mit weißer Weste agierenden SCM.
SCM ist das Nonplusultra im europäischen Handball
Die Magdeburger entschieden ansonsten alle Spitzenspiele zum Teil klar für sich, einen Punktverlust erlaubte sich der amtierende Champions-League-Sieger zuvor nur beim überraschenden Unentschieden beim HC Erlangen direkt nach der Rückkehr vom Super Globe. Die zwei winzigen Minuspunkte sind auch der einzige Fleck auf der ansonsten blütenweißen Saison-Weste des Teams von Bennet Wiegert in allen relevanten Wettbewerben, denn auch im DHB-Pokal schaffte der SCM im Dezember durch einen klaren Heim-Erfolg gegen Flensburg die Qualifikation für das Lidl Final4 in Köln. Selbst in der EHF Champions League haben die Magdeburger bisher alle Partien gewonnen. Hier erstreckt sich die Siegesserie auf mittlerweile 13 Partien. "Magdeburg ist mit der Qualität der Mannschaft und der Breite im Kader in diesem Jahr das Nonplusultra", sagte THW-Trainer Filip Jicha vor dem Hinspiel Ende Dezember. Daran hat sich natürlich nichts geändert in den vergangenen Wochen. Jicha damals weiter: "Sie haben die Dominanz, die sie im Vorjahr auf europäischer Ebene hatten, jetzt auch in die Liga transferiert."
Beste Abwehr der Liga
Herausragend aus der Star-Truppe ist der spanische Torhüter Sergey Hernandez, daher ist die Abwehr mit dem starken Hernandez als letzter Instanz auch das Prunkstück der Magdeburger: Mit 210 Paraden und rund 32,5 Prozent gehaltener Würfe ist Hernandez, der im Sommer zum FC Barcelona wechselt, aktuell die Nummer eins der Torhüter in der DAIKIN HBL und mit dafür verantwortlich, dass der SCM die stärkste Defensive der Liga stellt. Offensiv bleibt in der Team-Statistik beim ersten THW-Heimspiel-Gegner 2026 im Vergleich zur Partie kurz vor Weihnachten fast alles beim Weltklasse-Alten: Bester Torschütze ist wie in den Vorjahren der isländische Linkshänder Omar Ingi Magnusson (146 Treffer), die meisten Assists (92) gehen auf das Konto von Mittelmann Gisli Thorgeir Kristjansson, der mit 83 Treffern auch Rang zwei der internen Torschützenliste vor dem schwedischen Rückraumspieler Felix Claar (74) belegt. Mit der drittbesten Offensive der Liga verfügt der SCM also über ein herausragendes Gesamtpaket.
Die "weiße Wand" muss zum Tollhaus werden
Die Zebras benötigen am Sonntag deshalb auch die Unterstützung ihrer "weißen Wand" gegen den SCM. "Gegen Magdeburg wird es ein noch engeres Spiel als bei den Löwen, deshalb brauchen wir vom Aufwärmen an eine emotionale Halle, die dem SCM zeigt, wer in der Handballstadt Kiel das Sagen hat", fordert Eric Johansson auch von jedem einzelnen Fan am Sonntag vollen Einsatz und erinnert gleichzeitg an die Abwehrschlachten bei den letzten Begegnungen, die aus schwarz-weißer Sicht durchaus auch von Erfolg gekrönt waren. Johansson: "Wir haben es zuletzt gegen sie gut gelöst." Kiel ist auf jeden Fall heiß auf die Zebras: Während es für die Heimspiele gegen Gummersbach und Eisenach nur noch Restkarten gibt, sind das Liga-Derby gegen Flensburg und das Heimspiel gegen Magdeburg bereits seit Wochen ausverkauft. Eine kleine Chance, doch noch ein Ticket zu ergattern, bietet der offizielle und daher sichere Zweitmarkt von Fans für Fans.
Ehrungen vor dem Anpfiff
Den Stellenwert der kommenden Begegnung unterstreicht auch der angekündigte Besuch von Ministerpräsident Daniel Günther, Innenministerin Magdalena Finke und Bundestrainer Alfred Gislason am Sonntag. Und beide Mannschaften schickten im Januar zusammen insgesamt 24 Spieler zu den kontinentalen Meisterschaften. Ein weiterer Beleg für die Qualität, die ab 18 Uhr in der Wunderino Arena aufeinandertrifft. Vor dem Spiel werden daher die erfolgreichen EM-Fahrer Magnus Landin, Andreas Wolff, Lukas Zerbe, Rune Dahmke und Veron Nacinovic, die wie Magnus Saugstrup, Lukas Mertens und Matej Mandic vom SCM den kompletten Medaillensatz von der EM mit nach Hause gebracht haben, genauso geehrt wie Afrikameister Mohab Abdelhak. Rechtzeitig noch mit Fan-Artikel für das Spiel eindecken kann man sich am Spieltag ab 15 Uhr in der THW-FANWELT, die bis zum Anpfiff des Schiedsrichter-Gespanns Fabian Baumgart/Philipp Dinges geöffnet hat. Dyn überträgt das Top-Spiel des 21.Spieltags live. Auf geht's, weiße Wand: Weiter geht's gegen Magdeburg, Kiel!












