
Drei Zebras im DHB-Team: Deutschland startet mit der WM im Hinterkopf die Mission EM-Qualifikation
69 Tage vor dem Start der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland muss das DHB-Team erst einmal seine Klasse in der Qualifikation für die EHF EURO 2028 unter Beweis stellen. Am Donnerstag beginnt für die drei Kieler Andreas Wolff, Julian Köster, Lukas Zerbe sowie ihre Kollegen aus anderen Clubs mit dem letzten Heim-Länderspiel des Jahres aber nicht nur die EM-Reise, sondern gleichzeitig auch die intensive Phase der WM-Vorbereitung mit der deutschen Nationalmannschaft.
Letztes Pflicht-Heimspiel 2026 am Donnerstag in Berlin
Auch wenn in Handball-Deutschland jeder bereits über die im Januar stattfindende Weltmeisterschaft 2027, die mit den drei skandinavischen Teams aus Dänemark, Schweden und Norwegen sowie Slowenien, Griechenland, Angola, Quatar und den USA auch in Kiel gastiert, spricht, sieht das Handball-Pflichtenheft für Gastgeber Deutschland erst noch den Start der EM-Qualifikation für die kontinentalen Titelkämpfe 2028 vor. Und so werden Bundestrainer Alfred Gislason, Torwarttrainer Mattias Andersson sowie die drei Zebras Andreas Wolff, Julian Köster und Lukas Zerbe in der kommenden Woche ihr kurzfristiges Lager in Berlin aufschlagen. Dort wird das DHB-Team am Montag zusammenkommen und am Donnerstag in der noch nicht ausverkauften Uber Arena (20:30 Uhr, Tickets unter dhb.de/tickets) auf Belgien treffen. Das Spiel wird live im Free-TV auf ProSieben sowie bei Dyn zu sehen sein. Die folgende Auswärtspartie in der Slowakei am Sonntag, 8. November (18 Uhr), im Sportschau-Livestream.
Auswirkungen auf Kieler Pokal-Vorbereitung
Für das zweite EM-Qualifikationsspiel macht sich der DHB-Tross am kommenden Samstag von Berlin via Budapest und dann mit dem Bus auf den Weg ins 300 Kilometer von der ungarischen Hauptstadt entfernte Prešov. Erst am Montag ist die Rückreise geplant, was vor allen Dingen für den THW Kiel eine Riesen-Herausforderung darstellt. Denn es bleibt sehr wenig Zeit für die Vorbereitung der Achtelfinal-Partie im DHB-Pokal. Zum K.o.-Spiel beim starken Liga-Konkurrenten TBV Lemgo Lippe werden die Zebras bereits am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr in Ostwestfalen erwartet.
DHB-Team blickt auf die Heim-WM
Dessen ungeachtet verfolgt die Nationalmannschaft in der kommenden Woche ihre eigenen Ziele: "Wir wollen Spiele gewinnen. Trotzdem werden wir aber auch an der Festigung unserer taktischen Abläufe mit Blick auf den Januar arbeiten", sagte Bundestrainer Alfred Gislason, "das spiegelt sich auch im Kader wider: Wir arbeiten mit einem Stamm, der die Abläufe kennt und eingespielt ist." Denn über die beiden Em-Quali-Pflichtspiele hinaus richtet sich der Fokus beim DHB-Team bereits auf die am 13. Januar 2027 beginnende Heim-WM. Deutschland bestreitet seine Vorrundenspiele im Münchner SAP Garden gegen Tunesien, Uruguay und Serbien. "Natürlich ist unsere Arbeit auf die WM ausgerichtet. Und das macht es auch jetzt etwas leichter, denn für den Januar brauchen wir maximale Konsequenz, die wir schon jetzt in jedem Training und in beiden Spielen vorbereiten müssen", sagt Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. "Mit Blick auf die Zeit nach der WM ist es wichtig, dass wir mit zwei Erfolgen in die EM-Qualifikation starten."
Das DHB-Aufgebot
In den weiteren Partien der EM-Qualifikation trifft die deutsche Handball-Nationalmannschaft Mitte März zweimal auf Italien und Anfang Mai in den Rückspielen erneut auf Belgien und die Slowakei. Die ersten beiden Mannschaften der Qualifikationsgruppe 7 lösen das Ticket für die EHF EURO 2028 in der Schweiz, Portugal und Spanien. Bei den letzten beiden Länderspielen des Jahres wird Nils Lichtlein von den Füchsen Berlin fehlen: Er laboriert an einer Schulterverletzung.
Tor: Andreas Wolff (THW Kiel), David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Lasse Ludwig (Füchse Berlin, nur bis 6. November)
Feld: Tim Freihöfer (Füchse Berlin), David Móré (ThSV Eisenach), Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Julian Köster (THW Kiel), Miro Schluroff (VfL Gummersbach), Johannes Golla (MT Melsungen), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Juri Knorr (Aalborg Handbold/DEN), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Renārs Uščins (TSV Hannover-Burgdorf), Niklas Theiß (HSG Wetzlar), Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (THW Kiel)












