Dario Quenstedt sichert DHB-Sieg gegen Kroatien

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Samstag, 26.10.2019 // 18:19 Uhr

THW-Torhüter Dario Quenstedt hat mit einem gehaltenen Siebenmeter nach der Schlusssirene 9967 Zuschauer in der ausverkauften TUI-Arena in Hannover und seine Mitspieler in der deutschen Nationalmannschaft zum Jubeln gebracht: Im letzten Länderspiel des Jahres gewann das Team von Bundestrainer Christian Prokop so ein packendes Duell gegen Kroatien mit 24:23 (11:13). In diesem feierte Abwehrchef Hendrik Pekeler vom THW Kiel neben einer starken Partie auch seinen 100. Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft.

Tolle Atmoshpäre

Der Tag des Handballs in der ausverkauften Hannoveraner Arena bot den Fans eine Menge Spektakel. Chartstürmer Nico Santos sorgte schon vor dem Einlaufen beider Teams für Stimmung, die sich auch auf die 60 Minuten übertrug. Angefeuert von der großartigen Kulisse lieferten sich beide Mannschaften ein enges Rennen, in dem THW-Kapitän Domagoj Duvnjak Mitte der ersten Halbzeit vor allem im Angriff die Akzente setzte. Seine Anspiele sorgten unter anderem dafür, dass die Gäste mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gehen konnten.

Pekeler im 100. Länderspiel

Jubilar: Hendrik Pekeler trat in den "Club der 100er" ein

Nach dem Wechsel setzte Prokop auf den Kieler Torhüter Dario Quenstedt - und dieser führte sich gleich gut ein, ermöglichte mit einigen Paraden hinter einer sich steigernden Deckung um den Kieler Hendrik Pekeler eine rasante Aufholjagd, dieaus einem 12:14 mit einem 5:0-Lauf ein 17:14 machte. Dann steigerte sich jedoch auch Sego im kroatischen Tor, und es wurde wieder eine spannende Begegnung. In dieser lieferten sich beide Mannschaften ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem zwei Kieler die Hauptrolle spielen sollten: Erst angelte sich Pekeler in seinem 100. Länderspiel einen Pass an den Kreis, was Häfner zum 24:23 veredelte. Dann verpasste Dario Quenstedt die Vorentscheidung, als sein Wurf auf das leere kroatische Tor um Zentimeter am Kasten vorbeistrich.

Stolze Kieler Nationalspieler

Zu beinahe guter Letzt hielt der Kieler Keeper den finalen Wurf der Kroaten, die dennoch auf ein Unentschieden hoffen konnten: Das Schiedsrichtergespann entschied zum Entsetzen der deutschen Bank auf Strafwurf für Kroatien - der Rest war dann Jubel: Quenstedt hielt den Siebenmeter und sicherte der DHB-Auswahl damit einen tollen Jahresausklang. "Das ist doch mein Job", entgegnete der Kieler Torhüter allzu stürmischen Glückwünschen. "Insgesamt bin ich stolz, dass ich nominiert wurde und nun auch im Trikot mit dem Bundesadler auflaufe, das ist das Größte."Bundestrainer Prokop lobte seine Nummer eins: "Das freut mich sehr für Dario, so eine Szene schweißt zusammen. Diese Präsenz, die man braucht im Tor, die hat er sich erarbeitet." "Jubilar" Hendrik Pekeler freute sich über die großartige Stimmung in Hannover: „In Zagreb war der Rahmen enttäuschend, heute hatten wir eine volle Halle und eine tolle Atmosphäre, das hat richtig Spaß gemacht.“ Den Grundstein zum Sieg habe man in der Abwehr gelegt, unterstrich der Kieler Kreisläufer. "Im Angriff waren wir teilweise etwas hektisch, daran müssen wir bis zur EM noch arbeiten." Stolz sei er, schloss Pekeler, dass "ich jetzt schon im Club der 100 bin". Der "Tag des Handballs“ - er hat sich aus Kieler Sicht gelohnt. 

Statistik: Testspiel, 26.10.2019: Deutschland - Kroatien: 24:23 (11:13)

Deutschland: Andreas Wolff (1.-30. Minute/3 Paraden), Dario Quenstedt (ab 31./8) – Uwe Gensheimer 6/3, Johannes Golla 1, Tobias Reichmann 3, Fabian Wiede, Hendrik Pekeler 1, Kai Häfner 3, Marcel Schiller n.e., Franz Semper 1, Julius Kühn 3, Fabian Böhm, Lukas Stutzke, Jannik Kohlbacher 3, Timo Kastening, Paul Drux 3.
Kroatien: Sego (1.-60. Minute/8 Paraden), Asanin (bei einem 7m/0) – Mihic, Maric 1, Duvnjak 2, Hristic, Stepancic 5, Mileta 1, Sarac, Musa 1, Mamic 2, Sebetic 1, Cindric 5, Matanovic 4/1, Mandic 1, Martinovic, Sipic, Pavlovic.

Schiedsrichter: Brkic/Jusufhodzic (Österreich)
Strafminuten: GER 4 (Drux, Pekeler), CRO 2 (Mandic)
Siebenmeter: GER 3/3, CRO 2/1 (Quenstedt pariert Matanovic)
Spielfilm: 2:0, 3:3 (9.), 6:4, 7:7 (18.), 8:10, 9:12 (29.), 1 1:13;
12:14, 17:14 (40.), 19:15, 19:18 (48.), 21:19, 22:22 (55.), 23:23, 24:23
Zuschauer: 9967 in der ausverkauften Tui Arena in Hannover.