Erstes Hauptrunden-Finale zu Hause: Dienstag ist Idurek Bidasoa Irun zu Gast in Kiel

European League

Erstes Hauptrunden-Finale zu Hause: Dienstag ist Idurek Bidasoa Irun zu Gast in Kiel

Nach zwei erfolgreichen Auswärts-Touren mit Siegen bei der SG Flensburg-Handewitt und am vergangenen Dienstag auch bei Irudek Bidasoa Irun ist der THW Kiel am Dienstag um 18:45 Uhr auch auf europäischer Ebene endlich wieder zu Hause in der Wunderino Arena. Die viel beschäftigten Kieler Handballer bestreiten nur eine Woche nach dem leidenschaftlichen und emotionalen Hinspiel in Spanien direkt das Rückspiel - es ist das erste Hauptrunden-Finale! Denn mit Erfolgen gegen Irun und den Titelverteidiger aus Flensburg, der am 10. März zum Hauptrunden-Abschluss zu Gast in Kiel ist (Tickets für das Europa-Derby sichern), wollen sich die Zebras die direkte Viertelfinal-Teilnahme sichern. Für das deutsch-spanische Europapokal-Duell am Dienstag gibt es in der THW-FANWELT, die am Spieltag von 10 Uhr bis zum Anpfiff durchgehend geöffnet hat, und online unter www.thw-tickets.de. Dyn und DAZN live.

Hektisches Hinspiel vor einer Woche

Ein Handballspieler in einem schwarzen Trikot springt in die Luft, um den Ball zu werfen, während die gegnerischen Spieler in gelben Trikots zusehen. Das Publikum füllt die Tribüne hinter ihnen, und auf der LED-Anzeige am Spielfeldrand ist ein fetter Text zu sehen.Der rasante Wechsel zwischen Hin- und Rückrunde in der EHF European League führt heute zum zweiten Duell mit Irudek Bidasoa Irun innerhalb von nur einer Woche. Am vergangenen Dienstag ging es in der Kleinstadt am Atlantik heiß her, hatten die Gastgeber sich doch mit ihren 1900 Fans in der ehrwürdigen Arena "Artaleku" Großes für ihr "Spiel des Jahres" vorgenommen (siehe Spielbericht). Mannschaft und Fans kreierten eine unglaublich hitzige Atmosphäre, in der der THW Kiel zunächst Probleme hatte, sich zurecht zu finden. Mit 3:0 gingen die Gastgeber in Führung, ehe sich die Kieler in der Begegnung anmeldeten und ihrerseits mit einem 5:0-Lauf zumindest zeitweise für Ruhe sorgten und zur Pause eine 18:15-Führung mit in die Kabine nahmen. "Irun hat genauso gespielt, wie wir es erwartet hatten. Dass es nicht leicht werden würde, wussten man spätestens nach ihren Ergebnissen gegen Flensburg und Barcelona, wo sie immer dranblieben und nie aufgegeben haben", analysierte THW-Torhüter Andreas Wolff das Hinspiel-Geschehen.

Lärm und Emotionen 

Zwei Handballspieler in schwarzen Trikots blockieren einen Spieler in einem gelben Trikot, der den Ball in der Luft hält, auf einem blauen Spielfeld. Die Szene ist intensiv und zeigt Körperkontakt und Action in der Nähe des Torraums.Nach einer kurzen Pause ergänzte der Kieler Torhüter: "Das ist einfach eine sehr gute, clevere Mannschaft. Die Hektik hat Irun bewusst provoziert, damit wir hier nicht in Ruhe unser Spiel aufziehen, sondern Fehler machen und in ihre Gegenstöße laufen." In der Tat wurde es nach dem Seitenwechsel noch wilder als in den ersten 30 Minuten. Denn nur mit einem Sieg hätten die Basken ihre Chancen auf die Teilnahme am Achtelfinale vergrößern können. Bidasoa kämpfte sich zurück. 24:22 für den THW Kiel stand's in der 40., 26:24 in der 45. Minute. Gepusht vom dröhnenden Lärm und den Emotionen der Fans biss sich Bidasoa Irun mit allen Mitteln in der Partie fest, griff auch zu unsauberen Aktionen. Besonders Dariel Garcia übertrieb es: Der Kubaner, der ab kommender Saison für die MT Melsungen in der stärksten Liga der Welt auflaufen wird, brachte Härte, Einlagen und Provokationen in die Partie. Es folgten Handgemenge und Wortgefechte mit nahezu allen Zebras. Am Ende hatte Garcia THW-Torhüter Andreas Wolff für ein Privat-Duell auserkoren, der Kieler gewann. 

Coole Kieler beim Hinspielsieg

Ein männlicher Handballspieler in einem schwarzen Trikot bereitet sich darauf vor, den Ball während eines Spiels zu werfen. Der Hintergrund zeigt gelbe Trikots, die an der Wand hängen, und unscharfe Zuschauer auf der Tribüne.Wolff war nach 40 Minuten in die hitzige Begegnung gekommen und half mit seinen Paraden, den hart erarbeiteten Vorsprung in zwei wichtige Zähler umzumünzen. "Wir sind trotz allem cool geblieben", zog Wolff ein zufriedenes Fazit nach dem 37:32-Erfolg, zu dem Bence Imre sieben Treffer, drei davon vom Siebenmeterstrich, und Lukas Laube sechs Tore beigesteuert hatten. "Mit ihren Emotionen haben die Iruner die Halle ordentlich angeheizt. Und dann macht es einem selbst auch viel Spaß, hier dagegenzuhalten", freute sich der Schweizer Kreisläufer über den Erfolg. "Am Schluss nehmen wir die zwei Punkte mit nach Hause, und das tut gut."

Vorfreude auf die "weiße Wand" am Dienstag

Die Kieler waren am vergangenen Dienstag froh, die beiden Auswärtstouren in der EHF European League erfolgreich hinter sich gebracht zu haben. "Jetzt freuen wir uns auf unsere Riesen-Kulisse zu Hause", sagt Lukas Laube mit einem Lächeln im Gesicht. Er erwartet auch für die Partie am Dienstag einen spannenden Verlauf mit vielen emotionalen Zweikämpfen. "Die Spanier spielen einen guten Handball. Aber wir wollen unbedingt die Gruppe als Erster beenden und damit das Achtelfinale überspringen. Das ist unser oberstes Ziel, und deshalb wollen und werden wir gemeinsam mit unseren Fans die zwei Punkte holen!"

Infos rund um das Spiel

Das erste Hauptrunden-Finale wird am Dienstag um 18:45 Uhr von den Schiedsrichtern Jakub Uhlir und Vojtech Benus aus Tschechien angepfiffen. Aus der Schweiz reist der Delegierte Stephan Vitzthum an. Eintrittskarten für das deutsch-spanische Europapokal-Duell gibt es in der THW-FANWELT, die am Spieltag von 10 Uhr bis zum Anpfiff durchgehend geöffnet hat, und online unter www.thw-tickets.de. Dyn und DAZN übertragen den Start in die Hauptrunden-Rückspiele live aus Kiel. Weiter geht's im Europapokal gegen Irun, Kiel! 

Fotos: EHF/Bidasoa Irun