B2B-Event des THW Kiel im SEALEVEL: Ein packender Abend för de Küste

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B2B-Event des THW Kiel im SEALEVEL: Ein packender Abend för de Küste

Über den Tellerrand schauen. Menschen kennenlernen. Neues entdecken. Und nicht zuletzt über die gemeinsame Leidenschaft THW Kiel schnacken. Das alles in Verbindung mit leckeren Snacks, einer entspannten Atmosphäre und dem beliebten Netzwerken innerhalb der der großen schwarz-weißen Unterstützer-Gemeinde ist längst zu einem beliebten wie etablierten Abend im Land zwischen den Meeren geworden. Am Mittwoch drehte sich bei der neuesten Auflage des "B2B-Events" der Zebras in packenden Gesprächsrunden alles um das Küsten- und Meeresschutzprojekt "För de Küste".

Reise in die Tiefsee im einzigartigen Ozean-Erlebnisort

Leuchtende, quallenähnliche Strukturen aus Netzgewebe und Kunststoff, die bei einer Veranstaltung von Arved Fuchs für das Meeresschutzprojekt För de Küste von blauen und rosa Lichtern beleuchtet wurden.Die Location für dieses besondere "B2B-Event" des THW Kiel hätte besser nicht gewählt sein können: Gut 80 Gäste begrüßte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi im "SEALEVEL", jenem einzigartigen Ozean-Erlebnisort mitten in Kiel, in dem man mit dem Meer auf Augenhöhe sein kann. Zwischen faszinierenden Ausstellungsstücken, wissenschaftlichen Fakten, beeindruckenden Bildern und Filmen wurden die Gäste visuell auf eine Reise von der Küste bis in die Tiefsee geschickt. Und hatten mit Arved Fuchs den bekanntesten Polarforscher und Abenteurer Deutschlands dabei, der als Expeditionsleiter seit vielen Jahren auf den vom Menschen verursachten Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Ozeane , die 70 Prozent der Erdoberfläche ausmachen, aufmerksam macht. Der eindrücklich über die vermeintliche Ohnmacht sprach, die angesichts der großen Herausforderungen und der rasanten negativen Entwicklung Menschen und deren Lebensbedingungen heimsucht. 

Arved Fuchs: "Jeder Beitrag zählt"

Das Publikum sitzt in Reihen und verfolgt einen Vortrag vor einem Hintergrund, auf dem ein Fischschwarm und der Schriftzug Fischen zwischen Tradition und Industrie zu sehen sind.Der aber auch Wege aufzeigte, wie man ganz persönlich dieser Ohnmacht entgegenwirken kann: mit vielen kleinen Schritten. "Jeder Beitrag zählt, und sei er im ersten Augenblick in der eigenen Wahrnehmung auch noch so klein", sagte der engagierte Klimaschützer, der 1989 als erster Mensch überhaupt sowohl Nord- als auch Südpol innerhalb eines Jahres zu Fuß erreichte und seitdem immer wieder mit spektakulären Expeditionen und seiner Reichweite Küsten-, Meeres- und Klimaschutz in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Genau das ist auch das Ziel des "För de Küste"-Projektes, mit dem der THW Kiel Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sport miteinander ins Gespräch bringen und zeigen möchte, wie persönliches Handeln, berufliche Verantwortung und starke Netzwerke gemeinsam zum Schutz der Küsten und Meere beitragen können. "Verantwortung für das, was vor unserer Haustür passiert, ist keine Belastung, sondern eine Chance", ist Stefanie Klaunig, Marketingleiterin des THW Kiel, überzeugt. 

Zebra-Aktionen zum Küsten- und Meeresschutz

Sie rief die Aktionen ins Gedächtnis, bei dem Spieler, Verantwortliche und Fans des THW Kiel gemeinsam mit den starken Partnern das "För de Küste"-Projekt in das Scheinwerferlicht der Handball-Bühne hoben: Beim Beach-Clean-up wurden 1,3 Tonnen Wohlstandsmüll aus dem Förde-Wasser geborgen und rund um die Kiellinie gesammelt, beim schon traditionellen "För de Küste"-Themenspieltag Ende März ging es in der MERKUR Ostseehalle nicht nur auf, sondern auch neben dem Feld um das Meer und dessen Schutz. Stefanie Klaunigs Fazit: "Veränderung ist möglich, wenn Menschen ihre Reichweite, Expertise und Vorbildfunktion nutzen."

Teamgeist und starkes Miteinander

Zwei Männer mit Namensschildern unterhalten sich auf einer Geschäftsveranstaltung, hinter ihnen ist an der Wand das Sea Level-Logo zu sehen.Wie zum Beispiel Lukas Zerbe, der als gebürtiger Lipperländer erste Kontakte mit der Ostsee während der Familienurlaube knüpfte. In der von Kristin Recke, unter anderem auch Botschafterin des CINEMARE Filmfestivals in Kiel, moderierten Talkrunde berichtete Zerbe vom Prozess, dass man sich jetzt als Kieler noch etwas intensiver mit der beinahe greifbaren Gefahr für das Ökosystem vor der eigenen Haustür beschäftige. Dabei sprach er einen weiteren wichtigen Punkt an: Die großen Herausforderungen lassen sich nicht allein lösen. Zerbe zog die Verbindung zum Sport und betonte, dass sich mit Teamgeist und einem starken Miteinander noch mehr positiv bewegen lässt. "Wenn jeder in seinem persönlichen Umfeld Verantwortung übernimmt und das tut, was in seiner Macht steht, können wir gemeinsam viel für die Umwelt und das Klima tun", sagte Zerbe und bekam dafür viel Zustimmung von Extremsportler Michael Walther. Der gebürtige Norderneyer ist Mitbegründer des "Zero Emissions"-Projektes, bei dem Wassersport und Umweltschutz verbunden werden. Er zeichnete den Weg vom Sportler zum Umweltaktivisten nach, der ihn unter anderem mit einem SUP einige tausend Kilometer über den Atlantik paddeln ließ. 

Es braucht eine maximale Öffentlichkeit

Eine Diskussionsrunde aus vier Personen, die an zwei runden Tischen auf einer Bühne vor einer Leinwand mit dem THW-Kiel-Logo sitzen.Die Wichtigkeit solcher medienwirksamen Aktionen unterstrich Dr. Ulrike Heine, wissenschaftliche Referentin für Ocean Literacy Maßnahmen in der Geschäftsstelle des Deutschen Komitees der UN Ozeandekade: "Durch Sportler und Sportvereine wie den THW Kiel und die erfolgreichen Projekte kann man eine Menge Menschen erreichen, die sich sonst vielleicht keine Gedanken über diese wichtigen Themen gemacht hätten. Und genau das ist es, was wir brauchen: Eine maximale Öffentlichkeit für den Küsten- und Meeresschutz, der gleichzeitig auch Klimaschutz ist." Am Ende dieses packenden, interessanten "B2B-Events" gab es erst viel Applaus für die spannenden Berichte und Erzählungen, ehe auch noch Zeit für persönliche Gespräche und das Netzwerk blieb. Einig waren sich alle der rund 80 Gäste: Über den Tellerrand schauen und Neues entdecken kann beim THW Kiel sehr viel Spaß machen!

Mehr Informationen über das Projekt des THW Kiel mit starken Partnern: För de Küste