
Vorrunden-Finale zu Hause: Gegen Montpellier HB geht's Dienstag bereits um Hauptrunden-Punkte
Mit dem Klassiker des europäischen Handballs startete die Gruppenphase der EHF European League, mit dem Klassiker feiert sie am Dienstag ihr großes Finale in Kiel: Wenn um 20:45 Uhr in der Wunderino Arena der THW Kiel und Montpellier Handball aufeinandertreffen, geht es nicht nur um den Sieg in der Gruppe B, sondern auch um zwei eminent wichtige Punkte für die im Februar startende Hauptrunde. Den Kieler Handball-Fans steht also eine packende Partie der Zebras gegen die französische Weltklasse-Mannschaft ins Haus, die in den vergangenen Jahren stets elektrisiert hat. Dyn und DAZN übertragen live. Noch sind in der Arena aber auch Plätze frei: Die Zebras brauchen am Dienstag die Unterstützung von den Tribünen! Karten gibt es bei CITTI, online unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT.
Schwerste Hauptrunden-Gruppe aller Zeiten voraus
Mit der Partie zwischen dem THW Kiel und Montpellier HB findet die Gruppenphase der EHF European League 2025/2026 ihren Abschluss. Weiter geht’s ab dem 17. Februar bis zum 10. März immer dienstags mit der Hauptrunde. In diese nehmen die bereits qualifizierten Zebras und Montpellier HB die gegeneinander erzielten Punkte mit. Das heißt: Dienstag geht es nach dem 30:28-Hinspielsieg der Kieler darum, ob der THW Kiel mit 4:0 oder 2:2 Punkten in die nächste Phase des Wettbewerbs startet. Kein unwichtiger Fakt, denn die schwarz-weiße Hauptrundengruppe wird eine der schwersten in der Geschichte der EHF European League: Mit den Zebras, Montpellier und dem Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt sind in dieser gleich drei der vier letztjährigen Final4-Teilnehmer vertreten. Hinzu kommt der spanische Meisterschafts-Vierte Bidasoa Irun. Die Sieger der Hauptrunden-Gruppen ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Zweit- und Drittplatzierten müssen in die Achtelfinal-Play-offs.
15. Duell beider Mannschaften
Und natürlich geht es am Dienstag auch um eine Menge Prestige in diesem inzwischen zum Europapokal-Klassiker avancierten deutsch-französischen Duell. Satte 14 Mal trafen der deutsche Rekordmeister und sein französischer Pendant bereits aufeinander, acht Mal allein in den letzten sechs Jahren (mehr Details in der Gegner-Statistik im THW-Archiv). Jedes einzelne dieser Duelle war packend, spannend, bisweilen dramatisch und schrieb eine eigene Geschichte. Die jüngste war die von Zebra-Neuzugang Veron Nacinovic. Als der THW-Kreisläufer im Hinspiel sein sechstes Tor erzielte und sich damit zum erfolgreichsten Kieler Werfer der Partie aufschwang, verstummte der Jubel an alter Wirkungsstätte. Vier Jahre lang hatte der kroatische Hüne für die französische Weltklasse-Mannschaft gespielt, nun mit großer Leidenschaft gegen seinen ehemaligen Verein das bisher vielleicht beste Spiel im THW-Trikot mit der "93" gezeigt und seinen Teil dazu beigetragen, dass der THW Kiel vor dem Finale am Dienstag noch immer mit weißer Weste die Tabelle der Gruppe B anführt.
MHB ist drittstärkstes Offensivteam der EHF European League

Bester Torschütze: Agustin Casado
Nach der Niederlage gegen den THW Kiel zum Auftakt pflügte auch Montpellier HB durch die Gruppenphase. Weder gegen Rebud KPR Ostrovia - in Polen gab es einen 13-Tore-Erfolg, zu Hause ein 37:26 - noch gegen den BSV Bern gab sich der Spitzenklub eine Blöße. Am vergangenen Spieltag feierte die drittbeste Offensive der gesamten EHF European League einen 37:29-Auswärtssieg in der Schweiz, sodass es Dienstag in einem echten Finale der beiden besten Mannschaften nicht nur um wichtige Hauptrunden-Punkte, sondern auch den Sieg in der Gruppe B geht. Im Vergleich zur Vorsaison, als beide Teams im Europapokal-Halbfinale aufeinandertrafen und Nacinovic noch im MHB-Trikot für das unglückliche Ausscheiden der Kieler sorgte (siehe Spielbericht), hat sich die Mannschaft von Trainer Erick Mathé, die wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorstellten, auf etlichen Positionen verändert.
Neuzugänge haben sofort gezündet

Torhungrig: Neuzugang Benjamin Richert
Das neuformierte Team um das ehemalige Zebra Rogerio Moraes soll dauerhaft den Erfolg zurück an die Mittelmeerküste bringen. Und die Neuzugänge zündeten sofort: Der spanische Mittelmann Agustin Casado und der schwedische Rückraumspieler Jack Thurin führen die interne Torschützenliste mit jeweils 23 Treffern in der EHF European League vor dem etablierten Brasilianer Bryan Monte (19) an. Mit Rechtsaußen Benjamin Richert (17) und Moraes (15) folgen zwei weitere Neue, die Montpellier wieder hungrig auf Erfolg werden ließen. Einen ersten Titel feierte der französische Rekordmeister in dieser Spielzeit schon: Mit einem Sieg gegen Meister Paris Saint-Germain holte man sich die mit dem deutschen Supercup vergleichbare Champions Trophy und setzte damit früh ein Ausrufezeichen.
Infos zum Spiel
Keine Frage: Der bisher einzige Champions League-Sieger Frankreichs (2003 und 2018) mit seiner Star-Truppe um die Torhüter Remi Desbonnet und Charles Bolzinger, die Mittelmänner Kylian Villeminot und Diego Simonet sowie Olympiasieger Valentin Porte, Kapitän des Teams, hat sich mit neuem Gesicht eine Menge vorgenommen. Natürlich auch für das Rückspiel in Kiel, das am Dienstag um 20:45 Uhr von den spanischen Unparteiischen Andreu Marin und Ignacio Garcia angepfiffen wird. Als Vertreter der EHF reist der Österreicher Christian Kaschütz an. Dyn und DAZN übertragen live. Tickets für das Spiel gibt es bei CITTI, online unter www.thw-tickets.de und in der THW-FANWELT, die am Dienstag durchgehend von 10 Uhr bis zum Anpfiff geöffnet hat. Weiter geht's am Dienstag gegen Montpellier, Kiel!
Fotos: EHF/Montpellier HB












